Kleve: Zirkus Max Renz gastiert in Burg Ranzow

Max Renz in Kleve: Familienzirkus mit Tradition

Der Platz vor dem Seniorenhaus Burg Ranzow steht ab Donnerstag ganz im Zeichen akrobatischer Manöver. Der Zirkus Renz wird dort übers Wochenende gastieren. Hinter dem Vorhang steckt jahrelange Tradition.

Exotische Tiere, Akrobatik am Trapez und eine Zaubershow – das können die Klever Einwohner unter anderem ab morgen im Zirkus Max Renz bestaunen. Zwei Clowns, Spaghetti und Banane, sollen zudem die Lachmuskeln anregen. Bereits vor einem Jahr war das Familienunternehmen Am Seniorenhaus Burg Ranzow zu Gast – ab morgen ist der Zirkus Renz wieder da.

Seit 1982 reist die inzwischen knapp 20-köpfige Weseler Artistenfamilie durch NRW und gibt Vorstellungen für Jung und Alt. „Unser Hauptzielgruppe sind natürlich Kinder. Aber auch Ältere gehen immer mit einem Lächeln aus der Vorstellung. Darum geht es doch“, erklärt Yvonne Petrosino. Die 27-Jährige kam von außerhalb zum Zirkus, verliebte sich in einen der Renz-Söhne und ist seit rund zehn Jahren Teil des Ensembles’. Seither reist sie mit dem Familienzirkus. Von Krefeld über Viersen bis nach Kalkar, Borken oder eben Kleve. Sonntags nach dem letzten Auftritt geht es schon weiter in die nächste Stadt. „Während wir die Vorstellung geben, bauen andere schon am neuen Ort auf“, sagt sie.

Dabei kommt es jedoch in den vergangenen Jahren vermehrt zu Problemen, weiß Petrosino. „Immer weniger Städte wollen uns auf ihrem Gelände auftreten lassen“, sagt die 27-Jährige. „Es reicht, wenn sich ein paar Anwohner wegen der Lautstärke beschweren. Dann entscheidet sich die Stadt gegen einen Zirkus.“ Deswegen muss der Zirkus Renz vermehrt auf Privatgelände ausweichen, so auch in Kleve. „Plätze zu bekommen ist das größte Problem heutzutage“, so Petrosino.

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Wer soviel im Land unterwegs ist, der braucht auch einen Ort der Ruhe. Für die Familie Renz ist das Wesel. „Da haben wir unser Winterquartier. Und auch für die Tiere gibt es dort Stallungen sowie genügend Auslauf“, so Petrosino. Meist ab Herbst findet sich die Familie dort ein. „Von Dezember bis Januar, manchmal Februar, treten wir gar nicht auf.“ Das sei wetterabhängig.

Ebenso traditionell wie der Zirkus, ist auch die Aktion „Familientag“ zur jeweils ersten Vorstellung in einem Ort. Dann dürfen die Erwachsenen zu Kinderpreisen in die knapp zweistündige Vorführung. Die Premiere der Show ist am Donnerstag um 16 Uhr. Weitere Vorstellungen sind Freitag und Samstag um 16 Uhr, am Sonntag beginnt die Vorführung bereits um 14 Uhr.

(se)