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Kleve: Zevens Grundbesitz kauft das Gebäude der Deutschen Bank

Klever City : Zevens kauft Deutsche-Bank-Bau

In den 80er Jahren baute die Bank den Gebäude-Komplex an den Minoritenplatz. Heute ist dort nur noch eine Bank-Filiale, die Hochschule hat große Teile des Baus angemietet und wird hier ab Januar in der City Flagge zeigen.

Sie kaufen Immobilien, warten die Wertsteigerung ab, verkaufen die Immobilien. Das niederländische Eigentümerkonsortium, das bis jetzt auch das mit seinen fünf „Giebeln“ so markante Gebäude der Deutschen Bank in Kleve in ihrem Portfolio hatte, hat sich jetzt von diversen Bauten in NRW getrennt. Darunter auch den Klever Bank-Bau. Der war in den 80er Jahren noch als Statement der Deutschen Bank für den Standort Kleve hochwertig von einem namhaften Düsseldorfer Architekturbüro hochgezogen worden. Doch dann zog sich die einstige deutsche Vorzeigebank aus der Fläche zurück. Es blieb nur noch eine Filiale in dem stolzen Eckbau. Dazu die Rechtsanwaltskanzlei Albers und Gebing. Der Rest war zeitweise auch Leerstand.

Dann führte der Klever Makler Heinz Mülleneisen die Niederländer und die Hochschule Rhein-Waal zusammen, die die leeren Flächen anmietete und dort im Januar endgültig eingezogen sein wird. Unter anderem auch mit dem Büro des Vizepräsidenten, vor allem aber mit dem Welcome-Center für die Studenten: eine Dependance in Sichtweite des Campus und dennoch mitten in der Stadt. Langfristig entwickelt sich das Klever City-Leben in Richtung Unterstadt. Vor allem wenn es Politik und Verwaltung endlich gelingen sollte, bald eine attraktive Lösung für die als Parkplatz genutzte Brache Minoritenplatz zu finden.

Das hat auch die Zevens-Grundbesitz aus Kleve erkannt. Es war wieder Mülleneisen, der, vom Immobilienkonsortium mit dem Verkauf der Bank beauftragt, die Niederländer und den Klever Investor Bernd Zevens zusammenführte. Jetzt wurden sich Käufer und Verkäufer einig: Die Zevens Grundbesitz hat den Bau der Deutschen Bank erworben. Zevens zeigt sich zufrieden, passt doch die Bank genau in die Reihe seiner Bauten in der Klever Einkaufsmeile, wie Mensing gleich neben der Bank, oder das Kaufhof-Gebäude, die beide ebenfalls in Besitz von Zevens Grundbesitz sind. „Wir achten sehr genau auf die Entwicklung in der Stadt, und wenn gute Angebote bis zum Elsa-Brunnen dabei sind, dann sind wir interessiert“, sagt Zevens.

Für Mülleneisen hat der aufwendig im 80er Jahre-Stil gestylte Backsteinbau mit Zevens eine gute Zukunft, er sieht so auch eine nachhaltige Entwicklung des Ecks an der Herzogbrücke gesichert. Zumal die Zevens Grundbesitz dort dann einen großen Teil des Häuserblocks ihr Eigen nennt. „Wir waren, nachdem wir auch den Auftrag für den Verkauf des Gebäudes bekommen haben, mit mehreren Interessenten im Gespräch. Aber das ist jetzt eine gute Lösung für Objekt und Stadt“, sagt der Makler. Man habe sich zusammen mit dem Verkäufer schließlich so entschieden.

Möglich wurde de Verkauf auch, weil man mit der Hochschule die komplette Fläche des Baus in sicheren Mietverträgen habe, so der Makler. Das sind immerhin 3000 Quadratmeter in bester Lage. Früher endete die Stadt hier an einer mehrspurigen Straße, von der heute noch Parkflächen übrig sind. Wie sich die Fläche vor Volksbank, dem Bau der Deutschen Bank und dem Rathaus weiterentwickelt, wird sich allerdings erst 2019 zeigen. Dann soll es einen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan geben, das konkrete Aussagen macht, was aus der Fläche werden soll.