Kleve: Weitere 150 Wohnungen an der Spoy

Kleve: Weitere 150 Wohnungen an der Spoy

Der Bauausschuss hat die Offenlegung für einen neuen Bebauungsplan an der Spoy empfohlen. Ein Investor könnte dann dort Häuser für 150 Wohnungen und Gewerbe bauen. Städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Kleve geplant.

Zwischen dem Hörsaalzentrum der Hochschule Rhein-Waal und den geplanten "Punkthäusern" mit jeweils 31 Wohnungen soll ein Mischgebiet mit rund 150 Wohnungen und Kleingewerbe entstehen. Das bestätigte jetzt Dirk Posdena, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Kleve. "Wir möchten dort ein Drittel Gewerbe und zwei Drittel Wohnen ermöglichen, das sollte ein ausgeglichenes Verhältnis ergeben", sagt er. Neu an dem Verfahren: Dazu wird die Stadt mit einem Kevelarer Investor, der keine Stellungnahme abgeben will, einen Vertrag abschließen. Dieser Vertrag soll genau klären, was dort gebaut wird und wie es aussieht. In Bedburg-Hau wollte dieser Investor Studentenwohnheime bauen. Dort wurden seine Planungen von der Ratsmehrheit abgelehnt.

Die Offenlage des entsprechenden Bebauungsplanes hat der Bauausschuss der Stadt Kleve jetzt einstimmig beschlossen. Die Fläche erstreckt sich zwischen Spoykanal und Brienerstraße vom kantigen Hörsaalzentrum der Hochschule bis zu der projektierten Wohnbebauung mit den beiden fast quadratioschen Punkthäusern. Das Autohaus hinter den XOX-Gebäuden und das Fitness-Studio unmittelbar an der Hochschule bleiben unberührt, die Hallen dazwischen werden abgerissen. Vorgesehen sei an der Stelle ein U-förmiges Gebäude-Ensemble, das zur Briener Straße hin relativ geschlossen sei, erläutert Posdena. Das "U" liege mit seiner Öffnung zum Spoykanal. Auch soll, so sagt der Fachbereichsleiter, der Durchblick von der Briener Straße in Richtung Kanal erlebbar bleiben.

Da dieses U eher einer Riegelbebauung gleicht, als der offenen Bauweise der Punkthäuser, wird mit einer so genannten "abweichenden" Bauweise gearbeitet. Das bedeutet, dass einzelne Häuser auch aneinander gebaut werden können und damit länger als 50 Meter werden könnten, erklärt Posdena. In den Häusern werden 150 Wohnungen entstehen, die unterschiedlich groß sein können. Posdena rechnet damit, dass sich das Gewerbe in dem Mischgebiet vor allem in Richtung Briener Straße orientiert. "Wir wollen nicht verlangen, dass die Durchmischung von Wohnen und Gewerbe in jedem einzelnen Gebäude stattfindet", sagt Posdena. Die Gebäude dürfen, so ist es vorgesehen, bis zu vier Etagen hoch werden. "Das ist eine wichtige Stelle in der Stadt mit einer großen überbaubaren Fläche. Deshalb haben wir ein großes Interesse daran, dass es so umgesetzt wird, wie es gut für die Stadt ist", sagt Posdena.

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Deshalb der städtebauliche Vertrag mit dem Investor: Dann werde, erklärt der Fachbereichsleiter, nicht allein der Bebauungsplan gelten, sondern auch die Vereinbarungen des Vertrages, der selbst Fragen zur Architektur und der Außengestaltung klären soll, der aufzeige, welche Wegeverbindungen geschaffen werden sollten, wo die Stellplätze hinkommen. "Der Rat bekommt zu diesem Bereich ein Gesamtpaket", sagt Posdena. Es seien Gebäude mit Klinker vorgesehen, teils Putzbauten und in Teilen auch Holzfassaden - zeitgemäßer Wohnungsbau also. Posdena rechnet damit, dass die Arbeiten beginnen, sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist.

Nach der Ratssitzung am kommenden Mittwoch, 15 Uhr, in der Stadthalle, sollte die Offenlegung erfolgen.

(RP)
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