Landtagswahl 2022 Grünes Lob für innovative Firma

Kleve · Die Fraktionsvorsitzende der NRW-Grünen, Verena Schäffer, besichtigte Colt in Kleve. Lüftung, Klimatechnik und Brandschutz sind Themen, die viel Innovation verlangen.

 Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Düsseldorfer Landtag,  Verena Schäffer (Mitte), mit dem  Landtagskandidaten Volkhard Wille und anderen Grünen aus Kleve bei Colt.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Düsseldorfer Landtag,  Verena Schäffer (Mitte), mit dem  Landtagskandidaten Volkhard Wille und anderen Grünen aus Kleve bei Colt.

Foto: Anja Settnik

Dieses Kompliment gefiel dem Produktionsleiter sichtlich gut: „Sie tun wirklich etwas für die Sicherheit der Menschen“, befand Hedwig Meyer-Wilmes, Fraktionschefin der Klever Grünen. Sie sei stolz darauf, dass Colt International in Kleve ansässig sei. Weil das auch andere Grüne so sehen, hatte Volkhard Wille, Klever Landtagskandidat seiner Partei, die Vorsitzende der Landtagsfraktion, Verena Schäffer, gebeten, ihn im Wahlkampf zu unterstützen, indem sie sein Team beim Besuch des innovativen Unternehmens begleitete. Mit Geschäftsführer Lukas Verlage und Produktionsleiter Marc Gehlen gab es einen Austausch und eine Betriebsbesichtigung, von der sich auch der Gast aus Düsseldorf beeindruckt zeigte.

Brandschutz, Sonnenschutz, Lüftung und Klimatechnik sind die Arbeitsfelder der Klever Firma, die in Deutschland, England, den Niederlanden, Singapur, China, Südafrika, Brasilien und Saudi Arabien produziert. Rund 360 der 1000 Mitarbeiter sind in Kleve beschäftigt, für mehr als 100 von ihnen gibt es Dienstfahrräder, merkte Verlage an. Schon dies ein Hinweis darauf, dass Ressourcenschonung für den Chef kein Fremdwort ist. Allerdings zeige das fleißige Benutzen von Fahrrädern auch, dass die Verkehrsinfrastruktur darauf nicht wirklich eingerichtet ist: „So viele Wegeunfälle wie in den vergangenen Jahren hatten wir noch nie.“ Weil eben das Radwegesystem sehr schlecht sei, so Verlage.

Von der Politik – ob in Land oder Bund – erwartet sich der Klever Unternehmer „einen langfristigeren Blick. Nicht Subventionen, sondern die Möglichkeit für langfristige Abschreibungen und echte Anreize zur Nutzung regenerativer Energien.“ Dass es zum Beispiel für Photovoltaik immer weniger Einspeisevergütung gebe und ihre Anschaffung mit erheblichen bürokratischen Hürden verbunden sei, sei ärgerlich. Und Batterien, ob fürs Auto oder andere technische Verwendungen, seien schon in der Produktion bislang wahrlich nicht unproblematisch.

Was Brandschutz, Klimatechnik und Sonnenschutz heute leisten müssen und was alles möglich ist, ohne allzu viel Energie zu vergeuden, führte Marc Gehlen vor. Verena Schäffer zeigte sich gut vorbereitet, hörte zu und stellte Fragen. Ein Thema war auch der Facharbeitermangel; Verlage riet dringend dazu, am bewährten deutschen Dualen Ausbildungssystem festzuhalten.

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