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Kleve und Nütterden: Drittes Kind mit Corona infiziert - Kreis schließt Kita

Coronavirus in Kleve : Drittes Kind infiziert – Kreis schließt Kita

Auch ein drittes Kind einer sechsfachen Mutter ist jetzt positiv auf Covid-19 getestet worden. Das Kreisgesundheitsamt hat daraufhin die Kita „Lebensquelle“ in Nütterden geschlossen. Derweil sind die Tests an Klever Schulen angelaufen.

Das positive Corona-Testergebnis bei einer Mutter von sechs Kindern zieht immer größere Kreise. Inzwischen hat der Kreis Kleve bestätigt, dass sich ein drittes der insgesamt sechs Kinder mit dem Coronavirus infiziert hat. Das Gesundheitsamt des Kreises Kleve hat, nachdem am Montagmittag der positive Befund einging, die Kita „Lebensquelle“ der Lebenshilfe in Nütterden, die das Kind besucht, geschlossen.

Am Samstag waren beim Gesundheitsamt bereits zwei positive Corona-Fälle von Kindern der erkrankten Mutter, die Schulen in Kleve besuchen, eingegangen: Bei einem Schüler der Klasse 9 c der Joseph-Beuys-Gesamtschule und bei einem Schulkind der Klasse 6 b der Karl-Kisters-Realschule im Stadtteil Kellen war das Coronavirus festgestellt worden. Das Testergebnis des dritten Schulkindes, das die Grundschule St. Georg in Kranenburg-Nütterden besucht, war negativ. Ein weiteres Kind besucht weder eine Schule noch eine Kita und wird deswegen nicht getestet. Die beiden Kleinkinder gehen in  denselben Kindergarten der Lebenshilfe in Nütterden. Für ein Kind liegt ein negatives Testergebnis vor; ein Laborergebnis stand am Wochenende noch aus.

Nun die Gewissheit: Für dieses Kind liegt ein positives Testergebnis vor. Dies teilte der Kreis Kleve im dritten Absatz seines üblichen Corona-Bulletins am Montagnachmittag mit. „Nach Rücksprache mit der Kita-Leitung wurde der komplette Kindergarten der Lebenshilfe in Kranenburg-Nütterden geschlossen. Die Kinder sowie die Mitarbeitenden der Kita werden kurzfristig auf das Corona-Virus getestet“, heißt es weiter.

In Kleve wurde am Montag sowohl an der Joseph-Beuys-Gesamtschule, als auch an der Karl-Kisters-Realschule auf Corona getestet. Die Tests gingen ab der Mittagszeit über die Bühne. Damit sich die Schüler, die getestet werden, und ihre Mitschüler sich nicht begegnen, wurden einige Kinder und Jugendliche früher als sonst nach Hause geschickt. So liefen die Testungen nach Auskunft von Ruth Keuken, Sprecherin des Kreises Kleve, ab: Getestet wurde ab 14 Uhr im Freien auf den jeweiligen Schulhöfen. An der Karl-Kisters-Realschule wurden 40 Personen getestet, davon 32 Schüler und acht Erwachsene. An der Joseph-Beuys-Gesamtschule ließen sich 29 Personen untersuchen, davon 27 Kinder und zwei Erwachsene. Alle Getesteten befinden sich zurzeit in häuslicher Quarantäne. Wann für sie die Testergebnisse vorliegen, lässt sich nicht genau sagen. Das könne einige Tage dauern; wegen steigender Corona-Zahlen seien die Labore derzeit stark beansprucht, sagt Keuken.

Möglicherweise seien in den nächsten Tagen noch weitere Tests nötig, so Keuken. So sei man derzeit dabei, mit weiteren Menschen auf dem Schulgelände darüber zu sprechen, ob sie vielleicht doch Kontakt zu den erkrankten Schülern gehabt haben könnten.

Die Leitungen der Gesamt- und der Realschule bitten Eltern und Erziehungsberechtigte um besondere Mithilfe: „Bitte überwachen Sie sorgfältig den Gesundheitszustand Ihres Kindes für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich Ihr Kind mit dem Coronavirus angesteckt haben sollte. Messen Sie bitte täglich die Körpertemperatur Ihres Kindes und beobachten Sie Ihr Kind hinsichtlich grippetypischer Symptome aufmerksam“, heißt es auf der Homepage beider Schulen. Falls Kinder Symptome wie Fieber, Husten, Schnupfen, Unwohlsein, Schwäche, Atemnot, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall entwickeln, sollten Eltern die Beschwerden mit einem Arzt abklären und die Kinder nicht zur Schule geschickt werden.

Außerhalb der Sprechzeiten und an den Wochenenden sollten sich Eltern an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 oder das Info-Telefon der Kreisverwaltung Kleve unter 02821 594950 wenden. Außerdem verweisen beide Klever Schulen auf Notdienstpraxen in Bocholt (Sankt Agnes Krankenhaus, Baerloer Weg 125) und Dinslaken (Sankt Vinzenz Krankenhaus, Dr. Otto Seidel Straße 31-33).

Neben den beiden Schulen in Kleve und der Kita in Nütterden ist im Kreis Kleve auch die St.-Franziskus-Schule in Twisteden betroffen. Dort war eine Betreuerin an der Grundschule auf das Coronavirus getestet worden. Nun kam die gute Nachricht: Alle weiteren Tests waren negativ.