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Kleve und Kalkar: So kontrollieren die Städte die Corona-Maßnahmen

Neue Verfügung : So kontrollieren die Städte die Corona-Maßnahmen

Die Kommunen wollen mit ganz unterschiedlichen Mitteln dafür sorgen, dass die neue Verfügung eingehalten wird. Das ergab eine Abfrage in Kleve, Goch und Kalkar.

(nik/cat) Corona-Regelungen überprüfen? Für Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz eine Selbstverständlichkeit. „Wir haben Maskenpflicht und Abstandsgebot schon den ganzen Sommer kontrolliert, und das werden wir jetzt natürlich erst recht tun. Die 450-Euro-Kraft, die sonst fürs Strafzettel verteilen zuständig ist, haben wir mit mehr Stunden ausgestattet, und sie kontrolliert nun die Einhaltung der Corona-Regeln und der Quarantäne-Verordnung. Dann werden eben mal ein paar Knöllchen weniger geschrieben.“ Beim ersten Lockdown hatten sich sogar Freiwillige gemeldet, am Wochenende bei den Kontrollen auszuhelfen. „Bisher haben wir auf sie noch nicht zurück gegriffen, mir scheint auch, dass die Bürger ängstlicher und damit vorsichtiger sind. Wir beobachten weniger Regelverstöße.“

Bei der Stadt Kleve herrschte vor dem Wochenende noch Unklarheit darüber, welche Maßnahmen genau umzusetzen sind. „Wir haben bisher die Maßnahmen nur über die Presse erfahren. Die Verordnung soll, so ist unser derzeitiger Kenntnisstand, am Wochenende vorliegen“, teilte Pressesprecher Jörg Boltersdorf am Donnerstagabend mit. Deswegen könne er auch noch keine Mitteilung geben, wie die Stadt die jeweiligen Maßnahmen umsetzen werden. 

In Goch heißt es, man habe kein Personal für diese Aufgabe übrig. Die Außendienstler des Ordnungsamts seien mit dem normalen Tagesgeschäft voll ausgelastet. „Wir haben viele Leute aus dem Ordnungsbereich für die Nachverfolgung der Coronainfektionen abgezogen“, sagt Stadtsprecher Torsten Matenaers. Bei der Klever Polizei will man die Situation auf sich zukommen lassen. In erster Linie seien die Ordnungsbehörden für die Kontrolle zuständig, sagte Polizeisprecher Ingo Schankweiler. „Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.“ Die Polizei stehe aber bereit, wenn sie hinzugerufen werde und werde ein wachsames Auge darauf haben, ob sich verbotenerweise größere Menschenmengen bilden.