Rettungseinsatz in Kleve Transporter bei Unfall in zwei Teile gerissen – zwei Schwerverletzte

Update | Kleve · In Kleve ist ein Transporter bei einem Unfall in zwei Teile gerissen worden. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Viel Glück hatte ein Autofahrer, der in diesem Moment am Unfallort auf der Gegenfahrbahn vorbeifuhr.

Kleve: Gegen Baum geprallt, Transporter in zwei Teile gerissen​
10 Bilder

Gegen Baum geprallt – Transporter in zwei Teile gerissen

10 Bilder
Foto: Guido Schulmann

In Kleve ist es am Sonntagmittag zu einem schweren Unfall gekommen. Auf der Klever Straße in Höhe von Düffelward wurde ein Transporter, ein Opel Vivano, in zwei Teile gerissen, als das Fahrzeug von der Straße abkam und mit einem Baum kollidierte. Durch die Wucht des Aufpralls flog die knapp 300 Kilogramm schwere E-Auto-Batterie des Transporters in die Fahrertür eines Autos des Gegenverkehrs. Der 52-jährige Fahrer wurde dabei leicht verletzt, teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Die beiden Insassen des Transporters, ein 29-jähriger und ein 32-jähriger Mann, wurden bei dem Unfall auf der Klever Straße schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Der 32-Jährige sei mit dem Rettungshubschrauber Christoph 9 in eine Spezialklinik nach Duisburg geflogen worden, der andere wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Nimwegen transportiert.

Nach ersten Erkenntnissen befuhr der 29-jährige Fahrer die Klever Straße in Richtung Kleve. In Höhe der Stegstraße kam er aus bislang ungeklärten Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab, touchierte zunächst zwei Straßenbäume und prallte anschließend seitlich gegen einen weiteren Baum.

Die Feuerwehr Kleve war mit einem großen Aufgebot vor Ort. Bereits auf der Anfahrt wurde den anrückenden Einheiten mitgeteilt, dass es mehrere eingeklemmte Personen geben sollte. „Die Insassen des Transporters mussten unsere Einsatzkräfte aus dem Fahrzeug befreien. Sie waren im Fahrzeug zwar nicht eingeklemmt, die Türen ließen sich aber nicht öffnen“, sagte der Sprecher der Feuerwehr.

Zuerst alarmiert wurden die Löschgruppe Düffelward, der Löschzug Rindern, der Löschzug Kellen, sowie der Rüstwagen des Löschzuges Kleve. Wegen der besonderen Einsatzlage und der örtlichen Nähe wurde auf der Anfahrt auch die Feuerwehr aus Millingen aan de Rijn (NL) nachgefordert. Im Einsatz waren etwa 45 Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Ralf Benkel.

Für die Dauer des Einsatzes und der Beseitigung der Unfallspuren wurde die Klever Straße in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Den Polizeiangaben zufolge konnte die Sperrung gegen 14 Uhr wieder aufgehoben werden.

Um die E-Auto-Batterie zu sichern, musste die Feuerwehr ein Wechsellader-Fahrzeug mit einer sogenannten Mulde – einem Behältnis mit Wasser – nachordern. Dort wurde die Batterie hineingelegt, da diese durch den Unfall beschädigt wurde und Dämpfe austraten, erklärte der Feuerwehrsprecher. Die knapp 300 Kilogramm schwere Batterie wurde mit einem Kran in die Mulde des Fahrzeuges gehoben und abtransportiert. Die Mulde wurde später fernab der Unfallstelle abgesetzt und mit Wasser geflutet, um die Batterie zu kühlen. Damit sichergestellt sei, dass von der Batterie keine Gefahr mehr ausgeht, verbleibe die Batterie 24 Stunden in der Mulde, bevor sie fachgerecht entsorgt werden kann.

Warum der Transporter von der Straße abkam, darüber konnte die Polizei in Kleve noch keine Angaben machen, die Ermittlungen dazu laufen noch.

(dw/lukra)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort