1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kleve: Teams suchen Corona-Kontakte

Corona-Management : Teams suchen Corona-Kontakte

Barbara Hendricks: Pro 20.000 Einwohner mindestens ein Kontaktnachverfolgungsteam - für die Einwohner im Kreis Kleve also künftig mindestens 15 Teams mit 75 geschulten Mitarbeitern.

Das Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten für den Kreis Kleve, Barbara Hendricks, teilt mit, dass es künftig überall in Deutschland, also auch im Kreis Kleve, Teams zur Kontaktnachverfolgung von Corona-Erkrankten geben wird. Die örtlichen Gesundheitsämter spielen bei der Kontrolle und Eindämmung der Epidemie eine entscheidende Rolle, heißt es. „Zum einen braucht es ein zügiges und umfassendes Meldewesen, damit die Entscheidungsträger auf allen Ebenen ein möglichst umfassendes und aktuelles Bild über die Ausbruchsentwicklung haben. Zum anderen ist bei bestätigten Infektionen und begründeten Verdachtsfällen eine schnellstmögliche und umfassende Nachverfolgung der Personen notwendig, mit denen der oder die Infizierte Kontakt hatte.“

Diese Aufgaben erfüllen die 375 lokalen Gesundheitsämter. Weil jetzt vorsichtige Öffnungen beginnen, sei nun dringend  geboten, eine vollständige Kontaktnachverfolgung zügig sicherzustellen. „Daher soll kurzfristig pro 20.000 Einwohner mindestens ein Kontaktnachverfolgungsteam aus fünf Personen zum Einsatz kommen.

  • Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie über das Coronavirus im Kreis Kleve wissen
  • Auf Anweisung des Landes darf das
    Corona-Zahlen im Kreis Mettmann : Kreis meldet 254 Erkrankte und 473 Genesene
  • Barbara Nieters tritt am 4. Mai
    Neue Chefin des Gesundheitsamtes in Viersen : „Ich brauche Action“

Auch die Menschen im Kreis Kleve werden von der personellen Stärkung des Gesundheitsamtes des Kreises Kleve profitieren, schreibt Barbara Hendricks. Für die Einwohner im Kreis Kleve stünden künftig mindestens 15 Teams mit 75 geschulten Mitarbeitern allein zur Kontaktnachverfolgung zur Verfügung. Im Bedarfsfall könnte die Zahl kurzfristig auch deutlich aufgestockt werden. Wo eigenes Personal (auch aus anderen Abteilungen) nicht ausreicht, sollen qualifizierte externe Dritte unterstützen. In besonders betroffenen Gebieten sollen zusätzliche Teams der  Länder eingesetzt werden, eventuell werde auch die Bundeswehr herangezogen.

Mit dem Projekt „Containment-Scouts“ des Robert Koch-Instituts werden darüber hinaus 105 mobile Teams (je fünf Personen, bestehend aus Studierenden) zur Unterstützung der Gesundheitsämter zur Unterstützung vor Ort eingesetzt. Medizinstudenten könnten für einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen bei der Dokumentation, Dateneingabe oder Telefonauskunft unterstützen.

(nik)