Kleve: Strenbuschbad wurde eröffnet

Kleve Freibad eröffnet : Northing: „Eine traumhafte Anlage“

21,3 Millionen Euro haben die Stadtwerke Kleve für das neue Kombibad verbaut. Nach dem Hallenbad wurde jetzt auch das Freibad eröffnet. Mit Wasserbomben und Beachvolleyball. Nur das Wetter meinte es nicht gut.

Gut, dass es ein Kombibad ist: Am Tag der Eröffnung des Freibadbereiches kam das, worauf vorher alle gewartet hatten – Regen. Mit Gewitter. Da war die offizielle Eröffnung schon gelaufen, die Volleyballerinnen und auch die Wasserbomben vom Zehn-Meter-Steiger und vom Fünf-Meter-Brett hatten für Begeisterung gesorgt. Und so konnten alle Gäste den Regenguss vom Hallenbad aus erleben oder einfach im Becken bleiben und die „traumhafte Anlage“ genießen, wie Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing das Sternbusch-Bad zuvor treffend betitelt hatte. Tatsächlich präsentierte sich das Bad von seiner besten Seite, als Stadtwerke-Aufsichtsratschef Jörg Cosar ins Rund rief: „Das Freibad ist eröffnet!“

Jana Garbelmann, Nadine Golibrzuch und auch der Nachwuchs mit  Annika Bündges und Marlena Bovet vom SV Bedburg-Hau machten sich derweil warm im Sand des neuen Beachvolleyball-Feldes. Baggern, Schmettern, ein bisschen Dehnen im feinen Sand. „Und nervös sind wir auch“, sagt Bovet. Das durften die vier SV-lerinnen auch, denn sie traten gegen ganz starke Gegnerinnen an: Die Ex-Nationalspielerinnen  Katrin Holtwick und Ilka Semmler waren nach Kleve gekommen, zur Eröffnung des Bades einen Schaukampf gegen die Mädels vom SV Bedburg-Hau im Sand zu zeigen. Und die Mädels, die teils in der Bezirksliga spielen, wehrten sich prächtig, eingestellt von Trainerin Petra Stockhorst. Holtwick kennt Kleve schon lange – schließlich stammt sie aus Bocholt. Und Lokalmatador Jörg Ahmann, der beim VBC Goch spielte und 2000 als Beachvolleyballer in Sydney Bronze gewann? „Klar kennen wir den!“, klang es unisono von den Damen.

Die Beachvolleyballerinnen Katrin Holtwick und Ilka Semmler (Mitte) und die Mädels vom SV Bedburg-Hau im Sand des Sternbuschbades. Foto: Markus van Offern (mvo)

95.000 Menschen haben seit der Eröffnung ins neue Hallenbad gefunden, rechnete Sonja Northing in ihrer Rede zur Eröffnung vor. Fast dreimal so viele wie  im vergleichbaren Zeitraum in das alte Bad. Und jetzt, da wird Northing mit ihrer Prognose richtig liegen, werden es mit der fantastischen Freibad-Anlage noch mehr werden. Die Möglichkeiten sind da, so Cosar: 230.000 Menschen wohnen im Umkreis einer Fahrstrecke von 30 Minuten, eine Million sind’s gar im Umkreis von 60 Minuten. „Und wir freuen uns auch über die vielen niederländischen Kennzeichen auf dem Parkplatz, die uns zeigen, dass das Bad über die Grenze beliebt ist“, sagte Cosar. Auf die Besucher warten im wieder neu eröffneten Freibadbereich 1265 Quadratmeter Wasserfläche und 23.000 Quadratmeter Liegeflächen auf den neu eingesäten Wiesen, auf denen 193 neue Bäume Schatten spenden.

Außerdem habe man, und da galt der Dank Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Hoffmann und ganz besonders Heinz Waskowiak, der die Bauarbeiten leitete, finanziell eine Punktlandung hingelegt, so Cosar: 20,5 Millionen waren veranschlagt, 21,3 Millionen Euro hat es gekostet, 37 Unternehmen waren an dem Bau beteiligt und 21 europaweite Ausschreibungen wurden reibungslos abgearbeitet. Cosar dankte auch dem Finanzamt: Durch die Verzögerung sei man in die Niedrigzinsphase gekommen, was den Stadtwerken über die Jahre fünf Millionen Euro an Zinsen spare. Mit einfließen in die Finanzierung des Bades muss auch der Verkauf des Grundstücks am alten Stadtbad.

Josef Gietemann (SPD), stellvertretender Aufsichtsratschef, war begeistert vom Bad: „Das ist alles bestens geworden - der Beschluss, das Bad neu zu bauen, war genau der richtige“, sagte er.

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