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Kleve: Stolpersteine für drei Familien verlegt

Gedenken in Kleve : Stolpersteine für drei Familien verlegt

Einen Tag vor dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnerte die nächste Stolperstein-Verlegung in Kleve an die Schicksale der Familien Cohen, Rose und Rothschild.

Das Ehepaar Levi und Henriette Cohen kam während des Ersten Weltkrieges nach Kleve, wo einer ihrer Söhne 1919 eine Metzgerei übernahm. Levi Cohen wollte mit seiner Frau und der ältesten Tochter Eva in Kleve seinen Lebensabend verbringen. Zuletzt lebten sie an der Stechbahn 67. Die zweite Adresse ist die Herzogstraße 9. Dieses große Wohn- und Geschäftshaus baute 1910 Albert Rose und betrieb dort mit seiner Familie ein Geschäft für Schmieröle und Fette, später eine Tabakwarenhandlung. Seine Frau starb bereits 1925. Er lebte und arbeitete im Haus an der Herzogstraße mit seinem Sohn Walter Levy.

An der Bahnhofstraße 17 wird an Selma und Gustav Rothschild sowie an ihren Sohn Alfred erinnert. Gustav war Metzgermeister und Viehhändler. „Fast ohne Ausnahme wurden alle Angehörigen dieser Familien vom NS-Regime deportiert und ermordet“, sagt die Klever Historikerin Helga Ullrich-Scheyda.