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Kleve: Stelle für Theater im Fluss trotz Haushaltssperre

Zuschuss : Stelle für Theater im Fluss trotz Haushaltssperre

Anne Fuchs von den Offenen Klevern (OK) drängt darauf, den Personalkostenzuschuss für das „Theater im Fluss“ in Kleve schon zum 1. Juli 2020 zu finanzieren und nicht bis 2021 zu warten.

Anne Fuchs von den Offenen Klevern (OK) drängt darauf, den Personalkostenzuschuss für das „Theater im Fluss“ schon zum 1. Juli 2020 zu finanzieren und nicht bis 2021, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, zu warten. Das würde, so Fuchs in einer Erklärung der OK, für 2020 einen Zuschuss von 10.580 Euro bedeuten. Hintergrund: Das Theater hatte den Personalkostenantrag rechtzeitig zu den Haushalteberatungen im Herbst 2019 für das Jahr 2020 beantragt. Dass die Beschlussfassung über diesen Antrag erst jetzt erfolgen solle, sei mit „Corona“ nicht zu erklären, sagt Fuchs. Dann folgte die Corona-bedingte Haushaltssperre des Kämmerers und ein Antrag der Grünen, wenigsten bis 15. Oktober Klarheit zu bekommen: Man solle versuchen, diese Stelle über Kultur-Zuschüsse zu finanzieren, hatte Grünen-Chefin Hedwig Meyer-Wilmes argumentiert.

Das geht den Offenen Klevern aber nicht schnell genug. Sie sehen eine Möglichkeit, die Hilfe für das Theater zu finanzieren, ohne die Haushaltssperre aufzuheben: Von den 9500 Euro Verfügungsmitteln für Bürgermeisterin Northing dürfte ein Vierteljahr vor der Wahl, wohl noch etwas in der Kasse sein, so die OK. Corona-bedingt dürften die 25.000 Euro für Städtepartnerschaften in diesem Jahr noch nicht ausgeschöpft sein. Und von den um 25.000 Euro auf 100.000 Euro erhöhten Ausgaben für „kleinere Beratungsleistungen“ für die Verwaltungsführung dürfte auch noch ein Sümmchen in der Kasse liegen, rechnet Anne Fuchs. Noch einfacher wäre es, wenn auf die geänderte Vorfahrtregelung auf der Ackerstraße verzichtet wird: „9260 Euro wären sofort verfügbar“, so Fuchs. Die Offenen Klever dürften mit ihrem Antrag, das Theater schon im Sommer zu unterstützen, eine Mehrheit finden. Auch die Christdemokraten drängen darauf, die Stelle kurzfristig zu finanzieren, ließ CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing durchsickern.