Kleve: Sporthalle im Gustav-Hoffmann-Stadion

Gustav-Hoffmann-Stadion: Mehrheit für Sporthalle an der Stadionstraße

Heftig wehrten sich FDP-Fraktionschef Daniel Rütter und SPD-Fraktionschefin Petra Tekath gegen die Offenlage des Bebauungsplan für die neue Zweifachsporthalle. Der Bebauungsplan sieht vor, diese Halle im Bereich der alten Umkleidekabinen im Gustav-Hoffmann-Stadion zu bauen.

Tekath und Rütter hätten noch gerne die Variante Sporthalle vor der Tribüne untersucht. Das sei mit den Sportvereinen 1.FC und Merkur abgesprochen gewesen. Man setze sich mit der Halle unten über den Wunsch der Vereine hinweg. An der Stadionstraße gebe es zu wenig Parkplätze und mehrere Anwohner drohten mit Klage. „Da haben drei Fraktionen Total-Amnesie bekommen“, warf Rütter CDU, OK und Grünen vor. So würden die Menschen von Politik frustriert.

Wolfgang Gebing, CDU-Fraktionschef, zeigte sich wegen der Anwürfe verwundert: Man habe einen Ratsbeschluss zum Thema, und es sei eine Illusion anzunehmen, dass man an der anderen Stelle nicht mit Klagen zu rechnen habe. Auch oben werde es Parkplatzprobleme geben. Und: „Irgendwann müssen wir die Halle endlich bauen“, so Gebing. Hedwig Meyer-Wilmes sagte, dass es keinen idealen Standort für die Halle gebe. Die Grünen hätten übrigens, so die Grünen-Fraktionsvorsitzende in Richtung Rütter, immer den unteren Standort bevorzugt.

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Die SPD beantragte namentliche Abstimmung: Mit Stimmen von CDU, Grünen und Offenen Klevern gegen die Stimmen von SPD und FDP bei Enthaltung der Bürgermeisterin wurde die Offenlage für den Bebauungsplan beschlossen. Anwohner Jürgen Gietemann erklärte am Rande der Sitzung, dass er Rechtsmittel gegen die Halle einlegen werde. Insgesamt seien acht Parteien und die Gocher Wohnbau gegen den Bau der Halle an dieser Stelle, so Gietemann.

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