Kleve: Kleve spielte ohne Grenzen

Kleve: Kleve spielte ohne Grenzen

Trotz bedrohlicher Wolken am Stadthimmel strömten die Menschen am Sonntag wieder scharenweise in Richtung Klever Innenstadt, um den verkaufsoffenen Sonntag für einen gemütlichen Stadtbummel zu nutzen.

Wer konnte, der ließ sein Auto stehen – oder wünschte sich zumindest im Nachhinein, er hätte es getan – denn schon weit vor dem Trödelmarkt auf der Hoffmannallee stauten sich die Fahrzeuge auf der Suche nach einem Parkplatz.

Trödler-Paradies

Der traditionelle Trödelmarkt machte seinem Namen wieder alle Ehre: Stand an Stand reihten sich die Händler auf der Hoffmannallee, von A wie altes Bügeleisen bis Z wie zebrafarbener Bettbezug gab es in dem Stöber-Paradies fast nichts, was es nicht gab. Beschaulicher ging es ein paar Meter weiter, am Dreitürmehaus, zu: Auf dem Kindertrödelmarkt durften die kleinen Nachwuchshändler ihre Stände aufschlagen und so das eigene Taschengeld aufbessern.

Wer auf dem Trödel nicht fündig wurde, der brauchte nicht gleich die Segel streichen – schließlich stand noch die ganze Innenstadt zum Verkauf offen. Von 13 bis 18 Uhr luden die örtlichen Geschäftsleute zum entspannten Sonntags-Shopping ein. Und während die Eltern zwischen den Regalen verschwanden, konnten sich die kleinen Stadtbesucher an einer der sechs Spielstationen des Klever City-Netzwerkes austoben, die beim Kauf einer Spielkarte für drei Euro jedem Kind bis 13 Jahren offenstanden. So konnte der Fußball-Nachwuchs seine Schusshärte beim Speed-Kick testen, Messung der genauen Kilometerzahl inklusive. Vor der alten Post waren hingegen Körperbeherrschung und ein ruhiges Händchen gefragt: Kistenklettern stand am Stand des Technischen Hilfswerkes Kleve auf dem Programm. Bei Saturn in der Neuen Mitte waren die Zocker gefordert – mit einem kabellosen Controller ausgerüstet mussten die Spielteilnehmer eine virtuelle Bob-Bahn an der Nintendo Wii bewältigen. Stürze kosteten natürlich Zeit, blaue Flecke und Prellungen blieben vor dem Monitor aber zum Glück erspart. Für Aufheiterung nach einem Sturz sorgte außerdem ein bunter Clown mit unsichtbarem Hund.

Leckereien an jeder Ecke

Bei insgesamt sechs Spielstationen, Trödelmarkt und verkaufsoffenem Sonntag knurrte natürlich der ein oder andere Magen. Doch das Klever Stadtfest wäre nicht das Klever Stadtfest, wenn es nicht auch an jeder Ecke verführerische Köstlichkeiten für jeden Gaumen geben würde: Gestärkt mit einem Würstchen oder dem ersten Frühlings-Eis ging es dann gleich in die nächste Spiel- oder Einkaufsrunde.

(RP)