Kleve: SOS-Kinderdorf holt beim Turnier einen zweiten Platz in Estland

Kleve : SOS-Kinderdorf holt beim Turnier einen zweiten Platz in Estland

Für zehn Jungen und einem Mädchen, die im SOS-Kinderdorf in Kleve-Materborn leben, ging es jetzt auf große Fahrt, besser gesagt zum ersten Mal in den Flieger. Vom Flughafen Weeze aus sind die zehn- bis 14-Jährigen nach Estland geflogen.

(RP) Schon Tage vorher ist die Aufregung groß: Koffer müssen gepackt, Zahnbürsten eingesteckt und vor allem Fußballschuhe und Trikots mitgenommen werden. Denn für zehn Jungen und einem Mädchen, die im SOS-Kinderdorf in Kleve-Materborn leben, ging es jetzt auf große Fahrt, besser gesagt zum ersten Mal in den Flieger. Vom Flughafen Weeze aus sind die zehn- bis 14-Jährigen mit zwei Betreuern und einer Betreuerin nach Estland geflogen. Auf Einladung des dortigen SOS-Kinderdorfs in Keila haben sie am internationalen Keila SOS CUP 2019 teilgenommen. Und siehe da, die Kinder aus Materborn konnten direkt den zweiten Platz von 13 teilnehmenden Mannschaften erringen. Gastgeber SOS-Keila hatte sich zu Hause mit einem 3:0 gegen die Niederrheiner im Finale behauptet.

Für die Mädchen und Jungen war aber nicht nur das Fußballturnier ein voller Erfolg. „So eine Reise nach Estland, das ist schon eine Besonderheit für unsere Kinder und Jugendlichen. Die fremde Sprache, ein anderes Land – das haben die meisten vorher noch nie erlebt“, so Thomas Jezewski, der als Pädagoge gemeinsam mit den Fußballtrainern Sonja Slats und Vincent Hell die Reise begleitet hat. Neben dem Fußballturnier standen noch ein Strandbesuch mit Bernsteinbuddeln an, eine Stadtrundführung durch Estlands Hauptstadt Tallin und der Besuch eines großen Aquaparks. „Von Beginn an haben sich unsere Kinder mit den estnischen Kinderdorf-Kindern prima verstanden, wir wurden sehr herzlich empfangen und haben fünf Tage im dortigen Kinderdorf gelebt“, so Jezewski weiter.

Peter Schönrock, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfs Niederrhein, erklärt: „Vor einem Jahr hatten uns zwölf estnische Kinderdorfmütter am Niederrhein besucht. Der Leiter des dortigen Kinderdorfs hat uns dann spontan zum internationalen Fußballcup eingeladen. Eine tolle Gelegenheit für unsere Kinder und Jugendlichen. Denn sie trainieren in unserer eigenen Fußball-AG jede Woche. Das sie jetzt ihr Können unter Beweis stellen und dies mit einem mehrtägige Besuch in Estland verbinden konnten, ist für unsere Kinder und Jugendlichen ein tolles Erlebnis.“

(RP)
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