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Kleve Sechs Infizierte auf Burg Ranzow

Corona-Pandemie : Sechs Infizierte auf Burg Ranzow

Fünf Mitarbeiter und ein Bewohner der Materborner Senioreneinrichtung Burg Ranzow sind mit Sars-CoV-2 infiziert. Gestern gab es neue Testungen.

Jetzt sind es sechs Personen, die in der Seniorenresidenz Burg Ranzow arbeiten oder wohnen und positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Eine Mitarbeiterin hatte vor etwa zwei Wochen über typische Symptome geklagt und war daraufhin untersucht worden. Nachdem das Ergebnis positiv ausgefallen war, wurden alle Bewohner und Beschäftigte des Seniorenhauses auf eine mögliche Infektion getestet. Dabei wurde festgestellt, dass fünf weitere Pflegekräfte sowie ein Bewohner der Residenz in Materborn an Covid-19 erkrankt sind. Zunächst war die Rede davon, dass lediglich vier Mitarbeiter von der Infektionskrankheit betroffen sind.

Ein Sprecher der Stiftung der Cellitinnen, zu der Burg Ranzow gehört, erklärte, dass am Dienstag erneut alle in der Residenz wohnenden und arbeitenden Personen auf eine mögliche Erkrankung hin untersucht wurden. „Wir müssen ausschließen, dass sich nicht noch mehr Bewohner und Beschäftigte als die aktuell bestätigen Fälle mit dem Sars-Virus infiziert haben,“ erklärte der Sprecher. Das Ergebnis läge jedoch frühestens am Ende der Woche vor.

Die sechs Infizierten befinden sich in Quarantäne. „Wir sind sehr besorgt über das Infektionsgeschehen und haben sofort das Gesundheitsamt eingeschaltet“, erklärte Seniorenhausleiterin Jutta Manz. Die Hygieneschutzmaßnahmen wurden nochmals verstärkt, weshalb derzeit bis voraussichtlich 6. November kein Besuch im Seniorenhaus Burg Ranzow erlaubt ist.

Das Servicewohnen wie die Hausgemeinschaften St. Monika mit dem Schwerpunkt für Demenz erkrankte Senioren ist nicht betroffen. Doch auch hier gelten erhöhte Schutzmaßnahmen.

Burg Ranzow verfügt über 55 Plätze für vollstationäre Pflege, acht Kurzzeitpflegeplätze sowie 25 Servicewohnungen. Etwa 100 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Der Kreis Kleve gibt über derartige Corona-Ausbrüche selbst in besonders sensiblen Einrichtungen generell keine Auskunft. „Das ist nur der Fall, wenn die Information, für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind“, sagt Ruth Keuken, Sprecherin des Kreises Kleve. In dem Fall sei dies der Fall, weil ein Besuchs- und Aufnahmestopp ausgesprochen wurde. So spricht der Kreis alleine von einem „Ausbruchsgeschehen“, was viel Interpretationsspielraum zulässt. „Wie die Einrichtung selbst dann mit dem Fall umgeht und was sie veröffentlicht, das muss sie selbst entscheiden. Dafür sind wir nicht zuständig“, betont Keuken.