Kleve: Sebastian Gehrmann ist neuer Chefarzt für Unfallchirurgie

Kleve : Der neue Chefarzt für Unfallchirurgie

Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum hat einen Nachfolger für Lars Victor Baron von Engelhardt gefunden: Sebastian Gehrmann wird ab Oktober als Chefarzt die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin leiten.

 Die Suche nach einem Nachfolger für Lars Victor Baron von Engelhardt ist beendet. Der Chefarzt die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum hatte Anfang Juli überraschend das Handtuch geworfen. Von Engelhardt habe „aus persönlichen Gründen“ seine Kündigung eingereicht, hieß es damals von Seiten des Klinikums. Gut einen Monat haben Geschäftsführung und Aufsichtsrat anschließend gebraucht, um einen Nachfolger zu finden. Der heißt Prof. Dr. Sebastian Gehrmann und soll  zum 1. Oktober seinen Dienst als Chefarzt antreten. Das teilte das Karl-Leisner-Klinikum am Mittwoch mit.

Der 41-Jährige ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie und Handchirurgie und war zuletzt leitender Oberarzt der Klinik für Unfall- und Handchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Zu seinem operativen Spektrum gehören neben der Unfallchirurgie und Alterstraumatologie auch handchirurgische und arthroskopisch-orthopädische Eingriffe. Weil die Chefarzt-Stelle nicht noch bis zum 1. Oktober unbesetzt bleiben soll, springt ein „alter Bekannter“ ein: Prof. Dr. Christof Braun übernimmt kommissarisch die Leitung der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin. Er war von 1996 bis 2018 Chefarzt der Klinik. Seit 1. Juli betreibt er gemeinsam mit seiner Kollegin Stefanie Untiedt in den Räumen des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch die Praxis für Chirurgie des MVZ Karl Leisner.

Ab dem 1. Oktober darf dann Gehrmann als neuer Chefarzt Akzente setzen. Laut Klinikum legt er einen besonderen Wert auf die Versorgung periprothetischer Frakturen. Dabei handelt es sich um Brüche von Knochen, in denen bereits Prothesen wie künstliche Hüft- und Kniegelenke verankert sind. Die Versorgung dieser Art von Frakturen gehört laut dem Klinik-Verbund zu den anspruchsvollsten Operationen der Orthopädie und Traumatologie. Wegen der steigenden Lebenserwartung der Patienten gewinne sie zunehmend an Bedeutung.

„Die Versorgungsqualität und die Perspektiven des Klinikums haben mich beeindruckt“, sagt Gehrmann, der den guten Draht von Düsseldorf in den Kreis Kleve betont: Als akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf engagieren sich die vier Krankenhäuser des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums seit 2016 in der praktisch-klinischen Ausbildung von Medizinstudenten.

„Unser Ziel ist eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau“, betont Harald Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. „Wir sind sicher, dass Prof. Dr. Gehrmann die Patienten fachlich und menschlich überzeugen wird.“ Die Mitglieder des Aufsichtsrates überzeugte der neue Chefarzt bereits in der vergangenen Woche: Sie votierten einstimmig für sein Engagement.

Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin mit Standorten im St.-Antonius-Hospital Kleve und Marienhospital Kevelaer ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkte des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. Sie ist zertifiziertes Endoprothetikzentrum und zertifiziertes regionales Traumazentrum – das einzige im Kreis Kleve.

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