Kleve: Schwanenritter-Rennen im Hafen

Zehn Jahre Hochschule Rhein-Waal : Schwanenritter-Rennen im Hafen

Neun Teams starteten zur Boots-Gaudi im Klever Hafen.

Das Boot: perfekt gebaut. Die Mannschaft: ideal eingespielt. Das Ziel: als Erste erreicht – und zwar mit Abstand. Die Klever Segel Gemeinschaft (KSG) hat das Schwanenritter-Rennen wieder gewonnen. Und zwar locker. Léonie Mandel und Jonathan Briese, beide aus Kleve und für die KSG am Start, lassen in einer Art Doppelkajak die acht anderen Schwanenritter klar hinter sich, nachdem das „Präsidenten-Team“, der „Interims“ Eberhard Menzel und der „Neue“ Oliver Locker Grütjen, zusammen den Startschuss gegeben hatten.

Das erste Boot geht schon an der Kaimauer unter, diverse andere kentern auf dem Weg zur Hebebrücke, einige erreichen schwimmend, das gekenterte Boot vor sich herschiebend, unter dem Applaus der dicht an dicht stehenden Zuschauer das Ziel.

Dabeisein ist alles beim Schwanenritter-Rennen: Start ist der Wendehafen, Ziel die Hebebrücke am Audimax. Um dahin zu kommen, müssen die Teams zuerst ihr Boot selber bauen. Prof. William Megill, der Erfinder dieser zur lieben Tradition gewordenen Show für Stadt und Hochschule, stellt dazu Panzerband, Bretter, Konstruktionsholz und eine Handvoll Nägel sowie zwei Stunden Zeit zur Verfügung. Dann wird eifrig gesägt und gebastelt, während Megill mit großem Strohhut und mit buntem Hemd das Geschehen begutachtet.

„Die Qualität ist dieses Mal höher, als im Vorjahr“, sagt er anerkennend. Auch wenn man sich fragt, wie der fragile Schaufelrad-Einer das Ziel erreichen will (wird er nicht). Auch Léonie Mandel und Jonathan Briese lassen ihr schmales Boot „Black Swan“, das ein kleines Segel trägt und nur eine Handbreit über Wasser liegt, ins Nass des Spoykanals. Sie nehmen die Innenbahn und ziehen allen anderen davon. Mit Mandel und Briese bleibt der Preis auch ein bisschen an der HSRW: Mandel studiert Nachhaltige Landwirtschaft in Kleve und schreibt an ihrer Bachelor-Arbeit, Briese hat in Kleve einen Bachelor in Bio-Ingenieurwesen gemacht und studiert jetzt an der Radboud-Universität Medizinische Biologie.