Kleve. Pro Dogbo Austausch mit Afrika

Kleve : Pro dogbo: Jugendaustausch mit Afrika

Die Aktion ProDogbo sucht junge Menschen für einen deutsch-beninischen Austausch. Zehn Jugendliche aus dem Raum Kleve und zehn Jugendliche aus Benin befassen sich dabei mit ökologischer Landwirtschaft und Solarenergie.

Pro Dogbo fördert und unterstützt die Menschen im bettelarmen Benin in Westafrika mit Hilfe zur Selbsthilfe, es sind Freundschaften zwischen den Kontinenten enstanden: „In den vergangenen Jahren haben zahlreiche privat organisierte Projektbesuche in Benin stabile menschliche Beziehungen zwischen Beninern und Deutschen entstehen lassen. Die Stadt Kleve hat mit der Stadt Dogbo einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen“, sagt Siegbert Garisch vom Vorstand des Vereins. Und diese Freundschaft soll jetzt ausgebaut werden. „Wir planen einen Jugendaustausch“, sagt Garisch. Der sei nun an dem Punkt angelangt, an der Verein beginne, die Mädels und Jungs zu suchen, die an diesem neuen Pro-Dogbo-Projekt mitmachen möchten.

Die Bundesrepublik Deutschland wolle die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Afrika ausbauen und habe drei Modellregionen (Tansania, Südafrika und Benin) auserkoren, in denen die Grundlagen für ein deutsch-afrikanisches Jugendaustauschprogramm entwickelt werden sollen, so der pro-dogbo-Vorstand. „Hier hat das Bundesministerium pro dogbo als einen  Partner ausgewählt“, sagt Garisch. Man nehme dieses Angebot gerne an, da die Vereinsmitglieder aus vielen persönlichen Erfahrungen wissen, dass der kulturelle Austausch, die zwischenmenschlichen Erlebnisse und Eindrücke auf beiden Seiten unvergessen bleiben. Gerade der gegenseitige Wissens- und Erfahrungsaustausch sind persönlichkeitsprägende Momente. Garisch gehörte zu den Ratsmitgliedern, die vor Jahren nach Afrika fuhren. Die Partner und Freunde aus Benin, der Bürgermeister Dogbos, der König von Dogbo und lokale Projektmitarbeiter waren ebenfalls in Kleve zu Gast. Entstanden sind in Dogbo in Benin drei Ausbildungsstätten (Bäckerei, Autowerkstatt, Metallwerkstatt). 28 Kinder und Jugendliche leben in Projekthäusern, 120 Schüler werden langfristig unterstützt.

Der Jugend-Austausch wird allerdings kein Ferienbesuch, sondern man wird an Projekten arbeiten. „Wir möchten uns mit der Öko-Landwirtschaft und der Nutzung von Solar-Energie auseinandersetzen“, sagt Garisch. Ein Schwerpunkt liegt auf der Öko-Landwirtschaft. „Deshalb planen wir, dass der Gegenbesuch in unserer Region bei einem Landwirt stattfindet, wir werden vielleicht mit den Jugendlichen Käse herstellen“, berichtet Garisch über die Planungen des Vorstandes.

Nach derzeitigem Planungsstand soll der Austausch der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und maximal 30 Jahren 2020 in den Sommerferien (Ende Juli/Anfang August) und in den Herbstferien im Oktober über die Bühne gehen. Damit dürften auch Studenten der Hochschule und der ökologischen Landwirtschaft von Haus Riswick angesprochen sein. Die Inhalte des Austauschprogramms orientieren sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UNO. „Konkret stehen hier für pro dogbo auch die Punkte Erneuerbare Energien, Klimawandel, Leben auf dem Land und Bildung im Zentrum des Austauschs“, so Garisch.

Dies seien Themen, die sowohl in Deutschland als auch in Benin von existenzieller Relevanz seien und nach Antworten gerade von jungen Menschen schreien würden. Man würde sowohl in Afrika als auch in Deutschland entsprechende Projekte besichtigen.