Kleve Petition und Bürger-Arbeitskreis für Erhalt der Schleuse Brienen

Petition zum Erhalt des Denkmals : Bürger stimmen für die Schleuse ab

Eine Petition und ein bürgerschaftlicher Arbeitskreis machen sich für die Schleuse stark

Es sind noch vier Monate Zeit bis zum Ablauf der Online-Petition zum Erhalt der Schleuse Brienen, an deren Ende 3000 Bürger unterschrieben haben sollen. Bis jetzt stehen schon 2342 Unterstützer auf der Liste. 78 Prozent der avisierten Stimmen sind damit schon erreicht, das Ziel schon früh in Sicht, nur knapp zwei Monate nach dem Start der Aktion. Adressat der Petition ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein. Es geht in der Petition erstens um den Erhalt des Wasserwegs nach Kleve, den zwar die Frachtschifffahrt kaum noch benutzt, der aber für Sportboote sehr attraktiv ist. Führt der Kanal doch bis in die Stadt. Hinzu kommt zweitens, dass  das Denkmal mit seiner Hebebrücke und der aus mächtigen Steinen gemauerten Schleusenkammer ein markantes historisches Bauwerk darstellt.

Erbaut wurde die Schleuse in Brienen 1656 bis 1688. Fast 400 Jahre versah die Schleuse, das jetzige Bauwerk ist zum Denkmal erklärt, seinen Dienst. Nun soll es abgerissen werden: Es steht dem neuen Deich im Weg. Und der Deichverband plant ohne eine neue Schleuse. Auch weil die Stadt Kleve vergleichsweise spät die Initiative ergriff, auch, weil die Frage, wer welchen Teil für eine neue oder für eine sanierte Schleuse zu bezahlen hat, irgendwie offen scheint. Dabei liege letztlich die Verantwortung für den jetzigen Zustand der Schleuse beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Duisburg, wie die Klever Politik kürzlich betonte.

Jetzt hat sich parallel zur Petition des Kranenburgers Ralf Borgmann ein „bürgerschaftlicher Arbeitskreis zum Erhalt der Schleuse in Brienen und der Wasseranbindung an den Rhein“ gegründet und mit seiner Arbeit begonnen. Man wolle, so Helmuth Plecker, Initiator des Arbeitskreises, unter anderem das Schleusenbauwerk als kulturhistorisches Monument und als Potenzial für die Weiterentwicklung Kleves im Bereich Tourismus und Naherholung erhalten und habe bereits erste Gespräche mit der Stadt geführt.