Kleve: PAK-Belastung der Schule an den Linden wird erneut geprüft

Schule an den Linden in Kleve : Streit um Schadstoffmessungen in belasteter Grundschule

Weitere Untersuchungen in der frisch sanierten Grundschule

Die Belastung der Klassenräume in der Klever Grundschule „An den Linden“ wird erneut geprüft. Erste Messungen hatten eine Belastung der Raumluft mit PAK ergeben. PAK sind Kohlewasserstoffe, die aus dem Parkettkleber in der Schule austreten. Durch die Sanierungsarbeiten waren diese Stoffe freigesetzt worden. Da zahlreiche PAK krebserzeugend sein können, wurden die betroffenen Räume der Schule sofort geschlossen. Man hatte eine Belastung von 18 Milligramm pro Kubikmeter durch PAK gemessen. Als gesundheitsgefährdender Schwellenwert gelten 30 Milligramm, als unbedenklich gilt eine Belastung von unter zehn Milligramm.

„Der Gutachter empfahl, Vorsorgemaßnahmen durchzuführen, die eine bessere Lüftung und Reinigung vorsahen. Die Maßnahmen wurden in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Kleve umgesetzt“, schreibt Jög Boltersdorf, Sprecher der Stadt. Außerdem sei in den letzten Tagen eine zusätzliche Versiegelung auf das Parkett aufgebracht worden, so Boltersdorf. „Im Laufe der Woche werden sowohl in dem bereits genannten Klassenraum als auch in weiteren Klassenräumen erneut Raumluftmessungen erfolgen“, so der Stadtsprecher. Die Ergebnisse werden in zwei bis drei Wochen vorliegen und sollen mit verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten im Vergabeausschuss am 7. Mai vorgestellt und erörtert werden.

Deshalb zeige sich die Verwaltung überrascht über den offenen Brief der Schulpflegschaft der Schule, da die geforderten Maßnahmen veranlasst und weitere Untersuchungen zugesagt worden sind. „Laut Gutachten und Einschätzung des Gesundheitsamtes des Kreises Kleve konnte keine akute Gefährdung festgestellt werden“, so Boltersdorf. Das Gutachten könne bei der Schulleitung oder beim Gebäudemanagement der Stadt Kleve im Rathaus eingesehen werden.Schulpflegschaftsvorsitzender Max Knippert hingegen bemängelt, dass die Fenster lediglich sechs Stunden vor der Schadstoffmessung die Fenster geschlossen sein müssten anstatt 24 Stunden. Knippert schreibt, dass die Gesundheit von Kindern und Lehrern im Vordergrund stehe und eine Messung dem Rechnung tragen sollte. „Sollten die Fenster zu lange offen sein, wäre die anstehende Messung als Grundlage für Entscheidungen nicht zu gebrauchen“, sagt Knippert.