Kleve Neues Mobilitätskonzept für die Stadt Kleve

Umwelt- und Verkehrsausschuss in kleve : Verkehrs-Ziel in Kleve: Fahrradanteil von 25 Prozent

Mit dem neuen Mobilitätsmanager Gerald Klemenz soll es in Kleve voran gehen. Er stellte sich der Politik vor

Er war in Kapstadt und in Amersfoort, er hat sich mit Straßenbahn- und Busmodellen befasst, hat das My-City-Bus-System untersucht und Fahrgastzahlen ermittelt. Und weil er bisher in der Industrie gearbeitet hat, stellt sich für ihn bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung nicht die Frage, was kostet ein Mobilitätssystem, sondern sein Ansatz lautet: „Ich habe vier Millionen Euro Zuschüsse, was kriege ich dafür“, sagt Gerald Klemenz. Gerald Klemenz ist der neue Mobilitätsmanager der Stadt Kleve und stellte sich jetzt den Mitgliedern des Umwelt- und Verkehrsausschusses vor, freudig begrüßt von Ausschuss-Vorsitzenden Michael Bay (Grüne), denn bis jetzt hatte die Stadt keinen Mobiltätsmanager. Dabei braucht sie einen, will sie für die Zukunft gerüstet sein, meint nicht nur Bay.

In Kleve habe er zunächst einmal mit „etwas kleineren Projekten zu tun“, sagt Klemenz im Ausschuss. Es gelte vor allem, den ÖPNV zu untersuchen und daraus Analysen zu ziehen. Er werde sich jetzt mit der Situation in der Stadt vertraut machen und mehr Daten sammeln, die nötig sind, um die richtige Analyse zu treffen. Eines vorweg: Beim Radverkehr werde schon viel getan in der Stadt, sagt er. Mit entsprechenden Daten werde man dann auch sagen können, wie es um das Mobiltätsverhalten der Klever Bürgern in Stadt und Ortschaften steht und was man wo und wie verbessern müsse. Er habe sein Zimmer oben unterm Dach des Rathauses und stehe zu Gesprächen bereit, sagt Klemenz.

Bay freut sich, dass man jetzt jemanden habe, der sich der „Herkules-Aufgabe“ Mobilität am Niederrhein stelle. Bernhard Klockhaus, Fachbereichsleiter Tiefbau, sagt, dass man vor einer Verkehrswende stehe und deshalb ein Mobilitätskonzept vorlegen werde, anstatt eines Verkehrsentwicklungskonzeptes. Die Ziele seien klar definiert: Die Stadt solle eine komfortable Mobilität bekommen, guten Parkraum, Barrierefreiheit und die Qualität des öffentlichen Raumes solle gewahrt werden. Bis 2030 sollten mehrere Radschnellwege entstanden sein, es sollte Mobilstationen geben, in denen verschiedene Verkehrsarten ineinandergreifen. Der Anteil der Fahrräder und E-Bikes am Verkehr soll dann bei 25 Prozent liegen und der ÖPNV deutlich verbessert sein. Außerdem möchte man den CO-2-Ausstoß verringern. Wie sagte Bay: Eine Herkulesaufgabe.

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