Kleve: Neuer Plan für Königsallee

Kleve: Bauausschuss tagte im Rathaus : Neuer Plan für das Baugebiet an der Königsallee

Die umstrittene Grünfläche zwischen Tennisplätzen und Friedhof soll bebaut werden

Der erste Plan für ein Neubaugebiet an der Königsallee, den die Stadt für die Fläche zwischen Tennisplätze und Friedhof vorlegte, fiel bei den Anwohnern durch. Nicht nur die Nachbarn der Fläche, sondern auch die Anwohner der Straße Bresserberg protestierten: Sollte doch die vor Jahren abgebundene Straße wieder wie ein Bypass von Königsallee bis Nimwegerstraße geöffnet werden. Auf der Fläche sollten mehr als 30 Wohneinheiten gebaut werden. Dieser Plan ist jetzt vom Tisch. Im Bauauschuss stellte Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer einen neuen Plan vor. Demnach fallen acht Reihenhäuser unmittelbar an der Königsallee weg. Sie wären wegen der topografischen Lage auch nur schwer umzusetzen. Jetzt stoßen die Gärten von zwei Doppel- und einem Einfamilienhaus an die Straße. Die Einfahrt in das Gebiet ist da, wo auch heute die alte Zufahrt zur längst abgerissenen Tennishalle mündet. Die Straße bleibt abgebunden und endet in einem Wendehammer, es also wird von der Königsallee keinen Durchgangsverkehr über die Bresserbergstraße geben.

Von den zuerst geplanten über 30 Wohneinheiten bleiben 18: Vier Doppelhäuser und zehn Einfamilienhäuser  sind noch auf dem Gelände. Davon können die vorderen sechs Häuser zweigeschossig geplant, die hinteren als eingeschossige Einfamilienhäuser gebaut werden, wobei die hinteren fünf Baufelder ordentlich entlang des Wegs gereiht sind, der dem Verlauf der alten Straße folgt. Vorne neben der Einfahrt sind 16 Parkplätze, die vor allem den Besuchern der gegenüber liegenden Marienschule dienen dürften. Hier müssten aber, so Jürgen Rauer und Meike Rohwer vom Planungsamt, mehrere Bäume und Sträucher gefällt werden. Darüber könne man gerne diskutieren.

Das möchten die Grünen, wie Wiltrud Schnütgen und Jan Holtfester betonten: Den Bebauungsplan könne man akzeptieren, über die Fällung der Bäume und die Größe des Parkplatzes müsse man aber reden. Schnütgen hatte zuvor den Plan begrüßt, da das Gelände weniger dicht bebaut werde,  als zunächst vorgesehen und mehr Grünflächen vorgesehen sind.

Auf Nachfrage von Heinz Goertz (UK) erklärte Rauer, dass die Häuser Regenwasser über den Kanal entwässern, aber auch die Möglichkeit hätten, es versickern zu lassen. Man habe vor allem für das Oberflächenwasser der Straße auch Flächen für die Versickerung vorgesehen.

Anwohner befürchten allerdings, dass die zweigeschossigen Häuser an der Königsallee bei einer Höhe von zwölf Metern wieder drei Stockwerke hoch werden können. Da müsse die Stadt genauere Angaben machen, um zusätzliche Staffel- und sonstige Geschosse ausschließen.

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