Kleve: Neue Ideen für den Minoritenplatz

Kleve: Neue Ideen für den Minoritenplatz

Die Hochschulplaner Eckehard Voss und der Klever Architekt Friedhelm Hülsmann stellen am Mittwoch, 19 Uhr, im Audimax der Hochschule ihre Ideen für eine Zukunft des Minoritenplatzes vor.

Erst jüngst hatte im Bauausschuss die Verwaltung den Minoritenplatz wieder "Auf Anfang" gestellt, wie die Grünen-Fraktionschefin Hedwig Meier-Wilmes es formuliert hatte. Ihr Pendant von der CDU, Wolfgang Gebing, hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass die Christdemokraten eine Bebauung mit Wohnen und Gewerbe auf dem Platz wünschen: "Es soll einen Platz im Bereich des Rathauses geben, es soll Wohnen möglich sein und es soll eine ansprechende Architektur entstehen".

Im Grunde hatte die Verwaltung von der Politik gefordert, die Eckpunkte für den Bebauungsplan, der regelt, was auf dem Platz entstehen könnte und was nicht, endlich festzulegen. Ein Eckpunkt steht für die schwarz-grüne Ratsmehrheit fest: Die Wallgrabenzone soll frei bleiben. "Wir werden dort keine Bebauung zulassen", unterstrich gestern nochmals CDU-Stadtverbandschef Jörg Cosar. Das Band vom Haus Koekkoek bis zum Kanal soll wie immer vorgesehen grün bleiben. Gerade dort aber hatten bis jetzt die Planer, die unter anderem bei den Grünen ihre Ideen vorstellten, Häuser hineingebaut, um den Minoritenplatz frei zu halten.

Konsens ist inzwischen in der Politik, dass nicht die Investoren die Planung bestimmen dürfen. Auch hier trifft Hülsmann - gewollt oder nicht - den Nerv der Zeit. Einen Investor haben die beiden Büros nps tchoban voss und Hülsmann&Thieme nicht in der Hinterhand. "Wir fanden es spannend, frei über die Gestaltung dieses zentralen Platzes nachdenken zu können. Jetzt haben wir Entwürfe, die realisierbar sind, auch wenn wir keinen Investor haben", erklärte Hülsmann gestern. Er wolle mit Voss als "Chronist" fungieren - ohne Auftrag und ohne Investor. "Aus dieser neutralen Position heraus beleuchten und reflektieren wir auch die städtebauliche Entwicklung der vergangenen fünf Jahre", sagt der Architekt.

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Beispiele für seine Planung soll es aber erst am Mittwoch geben. Die Diskussion ist dann im kleineren Hörsaal 2 (Raum 01 01 002). Für Voss und Hülsmann ist die Thematik nicht neu: Sie gehörten zu den Teams des Workshop-Verfahrens und waren mit Enthusiasmus an die Planung herangegangen, gaben gar eine Postkarte mit einem Rathausentwurf heraus - bevor sie ausjuriert wurden. Ihr städtebauliches Können bewiesen sie schließlich mit dem Campus. Gewonnen hatte 2009 Astoc-Architekten. Dann kam das ominöse Vergabeverfahren mit all seinen Nachteilen. Jetzt also neue Ideen von den Hochschul-Planern.

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(RP)
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