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Kleve: Neubau für Beuys-Gesamtschule

Entscheidung im Rathaus : Rat diskutiert Neubau für Joseph-Beuys-Gesamtschule

Zwei Varianten für den Schulbau stehen zur Debatte.

Eigentlich schien sich der Schulausschuss einig: Der Vorentwurf „Variante B“ für die Beuys-Gesamtschule mit einem Neubau, der drei alte Gebäudeteile ersetzt, sagte den meisten zu. Der quadratische Neubau hatte die beste Raumaufteilung, sah in Beispielen gut aus und bot richtig Platz. Sogar der Schulhof wäre 100 Quadratmeter größer und hätte eine günstigere Form.

Die Alternative zu dem Neubau war eine „Variante A1“ mit einem lang gestreckten Bau parallel zur Grenze zum eoc. und dem Erhalt des Forums. Der Bau hat allerdings alle Nachteile eines extrem lang gestreckten Gebäudes. Das sah Schulleiter Christoph Riedl nicht anders und votierte für den Neubau, er könne aber auch mit dem lang gestreckten Bau leben. Riedl sagte, man hoffe immer noch, eine weitere Turnhalle auf dem Grundstück zu bekommen. Genau diesen Ball nahm das Gebäudemanagement der Stadt Kleve (GSK) jetzt auf und schlägt dem Rat prompt die „Variante A1“ des lang gestreckten Baus vor – mit allen seinen Nachteilen gegenüber dem Neubau.

Das GSK argumentiert mit besseren Parkplätzen und Fahrradabstellmöglichkeiten (die bei beiden Varianten gleich sind) und verweist auf eine mögliche zukünftige Turnhallenkonzeption – wobei in der Schulausschuss-Sitzung allen klar war, dass eine weitere Turnhalle auf dem Grundstück kaum unterzubringen ist. Schulleiter Riedl hatte eine Erweiterung der bestehenden Halle ins Gespräch gebracht.

Darüber wird die Politik am Mittwoch im Rat der Stadt, der um 17 Uhr im Rathaus tagt, diskutieren müssen. Aber: Die Variante, die beschlossen wird, Neubau oder Teilneubau mit altem Forum, wird nicht umgehend umgesetzt. Es ist lediglich der Vorentwurf, mit dem die Stadt in ein europäisches Vergabeverfahren gehen will, das einen neuen Architekten sucht, der die endgültigen Planungen macht. Bis jetzt tendierte die Politik zum Neubau.