Kleve: Mit dem Fahrrad durch die City

Antrag an den Rat : Sonntags freie Fahrt für Fahrräder in der Klever City geplant

Ein Antrag von CDU und Grünen soll das Radeln in der Innenstadt erleichtern. Der Rat der Stadt Kleve tagt dazu am Mittwoch, 6. Februar, um 17 Uhr.

Der Streit wird erbittert geführt: Auf der einen Seite die Radfahrer, die gerne die kurze Strecke von der Klever Unterstadt in die Oberstadt als Abkürzung und als die leichtere der schweren Steigungen in der Kreisstadt nehmen würden. Auf der anderen Seite die Gegner dieser Idee, die befürchten, dass Kampfradler im „Affentempo“ von oben nach unten preschen und der Fußgänger um Leib und Leben fürchten muss.

Jetzt steht die nächste Diskussion auf der Tagesordnung: Für die kommende Sitzung des Rates, der am 6. Februar, 17 Uhr, im Ratssaal des Rathauses tagt, beantragen die Fraktionen von CDU und Grünen gemeinsam, die Fußgängerzone für Fahrradfahrer an Sonntagen zu „öffnen“. „In anderen Städten ist es völlig selbstverständlich, dass in der Innenstadt, auch wenn es deutliche Höhenunterschiede gibt, mit dem Rad gefahren werden darf. Nur Kleve macht daraus ein Problem“, sagt Jörg Cosar (CDU). Der Christdemokrat kämpft seit Jahren zusammen mit Wiltrud Schnütgen (Grüne) um die Freigabe der Große Straße für Fahrradfahrer. Die Straße führt vergleichsweise schnurgerade vorbei am Burgberg hinunter in die Niederung. Ihnen und den Streitern für die Freigabe ist es ihnen inzwischen gelungen, die Haupteinkaufsstraße außerhalb der Geschäftszeiten zu bestimmten Zeiten für Radfahrer zu öffnen.

„Sonntags ist nicht viel los in der Stadt. Ich wäre froh über diese Abkürzung. Die meisten Fahrradfahrer wissen, dass der Fußgänger dort Vorrang hat und sie Rücksicht nehmen müssen“, sagt Schnütgen. Wer sich daran nicht halte, der rase schon jetzt trotz des Verbotes die Straße herunter. Für viele sei bei einer Freigabe sonntags nach der Radtour auch der schnelle Abstecher zu einer Tasse Kaffee oder ein Eis am Fischmarkt möglich, argumentiert Schnütgen.

Wenn an einem verkaufsoffenen Sonntag die Stadt voll sei, käme keiner auf die Idee, dort noch mit dem Fahrrad durchzufahren, sagt Cosar.

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