Kleve: Mehrheit für Sporthalle im Bereich des Hoffmann-Stadion steht.

Rat Kleve : Mehrheit für Sporthalle am Hoffmann-Stadion

SPD und FDP wurden beim Streit um Hallenstandort deutlich überstimmt. CDU möchte schnell Baurecht.

Die Diskussion um den Standort der neuen Sporthalle im Bereich des Gustav-Hoffmann-Stadions wird erbittert geführt - vielleicht dräut ja schon im Hintergrund der Wahlkampf. So auch in der jüngsten Ratssitzung. Dabei stehen seit mehreren Abstimmungen die Mehrheiten für den Standort anstelle der alten Umkleidekabinen neben dem Gustav-Hoffmann-Stadion fest. Das sieht der betreffende Bebauungsplan, dessen Offenlage zur Diskussion stand, auch so vor.

Dennoch beantragt Stefan Welberts (SPD) nach der Diskussion namentliche Abstimmung und provoziert damit den Antrag von Edmund Ricken (CDU) auf geheime Abstimmung. Die ergibt dann 25 Stimmen für den Standort am Hoffmann-Stadion und 18 dagegen. Der Rat hat  an dem Tag 43 Stimmen inklusive Bürgermeisterin. Eine deutliche Mehrheit also für den Neubau der Halle am unteren Standort, da wo die schäbigen alten Umkleidenkabinen stehen, für die es mit dem Neubau ebenfalls neue geben wird. Wolfgang Gebing, Fraktionschef der CDU, begrüßte die Entscheidung, weil man zügig Baurecht wolle, damit man diese Halle endlich bauen könne.

In der Diskussion vor der Abstimmung machten die Grünen klar, dass sie schon immer die Halle an diesem Standort hatten haben wollen als Teil eines Leichtathletik-Zentrums für Schulen und Vereine. Eine Verlagerung nach Kellen gar, wie jüngst von der SPD in die Diskussion geworden, halte sie für unvernünftig, so Hedwig Meyer-Wilmes (Grüne). Petra Tekath machte hingegen mehr als deutlich, dass die SPD dort keine Sporthalle haben will, weil aus Sicht der Sozialdemokraten auch 1.FC und VfL-Merkur gegen diesen Standort seien. Daniel Rütter (FDP) griff Gebing an, er habe sich in Sachen der Halle nicht an Absprachen mit den Vereinen gehalten und die CDU habe eine Basta-Entscheidung getroffen. Die Argumentation griff auch Michael Kumbrink (SPD) auf, dass das in einer Sport-Kommission anders abgesprochen gewesen sei. Das konterten Edmund Ricken (CDU), dass die Kommission nicht zu Absprachen autorisiert gewesen sei und Gebing mit Verweis, dass in Kleve Entscheidungen eben nicht durch Kommissionen im Hinterzimmer sondern in den Fraktionen und im Rat getroffen würden.

In diesem Fall stimmte der Rat mit einer deutlichen Mehrheit für die Halle am Hoffmannstadion.

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