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Kleve: Materborns Kult-Kirmes startet Samstag

Kleve : Materborns Kult-Kirmes startet Samstag

Vier Tage lang herrscht auf der Dorfstraße Ausnahmezustand. Am Samstag um 15.30 Uhr eröffnet Josef Gietemann als stellvertretender Bürgermeister die Kirmes mit dem Fassanstich. Insgesamt werden knapp 20 Schausteller erwartet.

„Die Materborner gehen Heiligabend entgegen“, sagt Dirk Janßen. Eine gewagte These in Anbetracht der aktuell hochsommerlichen Temperaturen, könnte man meinen. Doch der Schausteller-Chef des Kreises Kleve meint es ernst. Der Grund: Die traditionsreiche Materborner Kirmes steht bevor. „Der Montag hat wirklich einen Heiligabend-Charakter. Dann kommen alle jungen Leute wieder zurück nach Kleve, die eigentlich außerhalb wohnen“, sagt Janßen. Von Samstag bis Dienstag wird die Kult-Kirmes tausende Besucher anlocken. Für Janßen stehen bei dieser nicht die Attraktionen, sondern vor allem das Miteinander der Gäste im Vordergrund. „Für die Menschen ist die Materborner Kirmes wie zu Hause ankommen“, sagt er weiter.

Für Janßen gilt: Nach der Kirmes ist vor der Kirmes. Immerhin war er bis zum vergangenen Sonntag noch federführend bei der Klever Kirmes aktiv, nun vertritt er die Schausteller auf dem von der Stadt organisierten Jahrmarkt in Materborn. Los geht das Kirmes-Treiben am kommenden Samstag um 15.30 Uhr. Dann findet unter dem „Fallschirm“ der Fassanstich des stellvertretenden Bürgermeisters Josef Gietemann statt. Es folgt musikalische Unterhaltung auf der Bühne an der Dorfstraße. Zudem wird es im Anschluss an den Anstich eine „Happy Hour“ mit reduzierten Preisen bei allen Fahrgeschäften und Ständen geben. Wie im vergangenen Jahr wird der Breakdancer Teil der Materborner Kirmes sein, Gleiches gilt für den Autoscooter. Insgesamt hat Dirk Janßen zwanzig Schausteller für die Großveranstaltung gewinnen können. Das Pächter-Ehepaar Yvonne und Volker Lenz vom „Ratskrug“ wird erneut sein Lokal als Herz des Dorf-Rummels in Szene setzen. „Ich habe schon häufiger ein Fass angestochen und mittlerweile ein wenig Routine. Aber ich gebe zu: Anfangs habe ich schon ein oder zwei Mal öfter draufgeschlagen, sodass der Hahn auch wirklich festsitzt, denn es steckt schon mächtig Druck in so einem Fass. Da sollte man geübt sein“, sagt Gietemann. Schon 2017 hatte er die Verantwortung für das Fass übernommen. Für ihn sei die Kirmes auch ob des aufgespannten Fallschirms vorm Ratskrug einzigartig. „Ich bin froh, dass es in einem Dorf noch eine so große Kirmes gibt. Zumal diese in vielen anderen Dörfern ja deutlich zurückgegangen sind. Ich freue mich, wenn wieder so viele nette Menschen an einem Ort zusammenkommen, um zu feiern. Wenn fast jeder jeden kennt, ist die Stimmung ja ohnehin am ausgelassensten“, sagt Gietemann.

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Zudem sei das Wetter voraussichtlich optimal für den Kirmes-Besuch, insbesondere in den Abendstunden dürfte es wohlig warm sein, vermutet der Vertreter der Stadt. Zum Höhepunkt avanciert seit Jahren der Montag. „Dann wird sicherlich bis tief in die Nacht gefeiert“, sagt Janßen. Der letzte Tag der Kirmes richtet sich wieder an Familien. Ab 14 Uhr wird es auch dann wieder vergünstigte Preise geben. „Da kommen immer sehr viele Besucher“, sagt Janßen.Für den Abschluss des Jahrmarkts wird am Dienstagabend das große Feuerwerk zum Anbruch der Dunkelheit sorgen – voraussichtlich um 22.45 Uhr. „Darauf freut man sich ganz besonders. Die Kulisse wird traumhaft“, sagt Gietemann.