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Kleve: Kreispferdezuchtverein zog Jahresbilanz

Rückblick in Kleve : Kreispferdezuchtverein zog Jahresbilanz

Erfolge der Pferdezucht im Kreis Kleve, Rechenschaftsbericht und Ehrungen.

Die Versammlung des Kreispferdezuchtvereins fand noch vor den zahlreichen Absagen der Zusammenkünfte verschiedener Vereine im Zuge der sich zwischenzeitlich überschlagenden Ereignisse um die Corona-Pandemie statt. Daher konnte, nach Begrüßung durch den Vorsitzenden August Camp, Alexandra van de Fliert aus der Kreiszuchtzentrale kürzlich in ihrem detaillierten Jahresbericht deutlich darauf hinweisen, dass die Pferdezüchter nach wie vor sehr aktiv seien und daher auch nur auf einige der herausragenden Erfolge hinweisen.

Daher nahmen die Ehrungen der erfolgreichen Züchter auch einen breiten Raum der Zusammenkunft ein, zu der Gerd Schulte-Geldermann, Kranenburg für seine über 40-jährige Pferdezuchtgeschichte (246 Fohlen, überwiegend Reitponys) mit dem Goldenen Eichenlaub des Rheinisches Pferdestammbuches ausgezeichnet wurde. Insbesondere der Hengst Mentos brachte eine Vielzahl an erfolgreichen Springponys hervor. Eine ebensolche Auszeichnung erhielt auch Bärbel Biermann, Goch, die die Pferdezucht von ihrem Vater Siegfried Kehling übernahm und gleichfalls auf eine 40-jährige Zuchtgeschichte zurückblicken konnte, aus der 59 Pony- und 22 Warmblutfohlen hervorgingen, wobei fünf Stuten das Prädikat Staatsprämie erhielten.

Mit der silbernen Rehkrone des Verbandes wurde der Gocher Günter Mulder ausgezeichnet, der auf 25 Jahre erfolgreiche Zucht sowohl bei den Reitpferden als auch Reitponys (105 Fohlen, 2 gekörte Hengste 5 Staatsprämienstuten) zurückblicken konnte. Zu ihm gesellte sich der Niederländer Jan Kremers (Offelt), der gleichfalls in 25 Jahren rheinische Reitpferdefohlen (35) gezüchtet hatte, wobei seine Stute Rose das Prädikat der Staatsprämie erhielt. Zudem erhielt Georg Hoogen, Kevelaer die silberne Rehkrone des Rheinischen Pferdestammbuches, da dessen Gestüt, der Vogelsangshof, vor allem für seinen Einfluss in der Trakehnerzucht bekannt, auch die rheinische Pferdezucht (z.B. Stempelhengst Lancer II) maßgeblich beeinflusste.

In seinem anschließenden Referat betonte der neue Geschäftsführer des Hannoveraner Verbandes Wilken Treu, dass ihm viel daran gelegen sei, den Schulterschluss der Rheinischen Züchter mit dem Hannoveraner Verband trotz der großen Entfernung zu forcieren. Kernthemen seiner kurzweiligen Züchterinformation war unter anderem die zukünftige Gestaltung des Hannoveraner Verbandes, der Verkauf des Pferdezentrums Alsfeld und die Stärkung des Pferdezentrum Wickrath (Mönchengladbach) als Standort im Rheinland.

Dort würden weiterhin die Dressurhengste ausgewählt, wobei die Auswahl der Springhengste zur Körung zentral in Verden erfolge. Abschließend stellte Kristina Ankerhold als neue Leiterin des NRW-Landgestütes in Warendorf dessen Neuausrichtung vor und lud alle Züchter herzlich ein, sich bei den noch ausstehenden Hengstschauen ein Bild über die gute Qualität der aufgestellten Hengste zu machen.

Dem Kreispferdezuchtverein Kleve unter Vorsitz des Gelderner August Camp gehören derzeit 307 Mitglieder an, von den 154 im Hannoveraner Verband und 94 im Rheinischen Pferdestammbuch angesiedelt sind. 18 Züchter verfügen hierbei über eine Doppelmitgliedschaft. Zudem sind 77 passive/fördernde Mitglieder der Züchterschaft auf Kreisebene angeschlossen.