Kleve: Kombibad eröffnet später

Kombibad Kleve: Hallenbad eröffnet frühestens im Herbst

Die Arbeiten im Hallenbad gehen voran. Aber: Aufgrund des Baubooms konnten Gewerke wie die Endreinigung nicht vergeben werden. Der Architekt des 20 Millionen-Euro-Projektes will kein Datum nennen.

Der Bau des Hallenbades ist auf der Zielgeraden - aber der Endspurt bleibt vorerst aus. Zwar sind die groben Arbeiten abgeschlossen, doch die jetzt folgenden „filigranen“ Gewerke kosten Zeit, vielleicht sogar viel Zeit, erklärt Rolf Hoffmann, Geschäftsführer der Klever Stadtwerke, die den modernen Schwimmbad-Bau im Sternbusch hochziehen. Das ganz große Problem: „Aufgrund des derzeitigen geradezu historischen Baubooms ist es ausgesprochen schwierig, die richtigen Handwerker zu bekommen. Und wenn sich ein Gewerk verzögert, kommt der ganze Zeitplan ins schwanken“, sagt Hofmann. Deshalb habe der Architekt bis jetzt auch noch keine Prognose für einen Eröffnungstermin abgegeben, fährt Hoffmann fort. Tatsächlich stehen noch viele Gewerke aus - und am Schluss erfolgt noch die Bauendreinigung. „Für die haben wir beispielsweise überhaupt noch kein Angebot“, so Hoffmann.

Leider seien damit seine zunächst hoch gesteckten Ziele, schon zur warmen Jahreszeit im Juli oder August eröffnen zu können, dahin. Er wolle sich aber auch nicht auf einen weiteren Termin festlegen, den er dann wieder nicht einhalten könne: „Es gibt in Berlin einen Flugplatz, der immer wieder neue Termine nennt - das möchten wir vermeiden“.

Im politischen Umfeld hofft man darauf, die Großbaustelle im Sternbusch zu den Herbstferien abzuschließen und das Bad dann feierlich eröffnen zu können. Die Herbstferien fallen in diesem Jahr in die letzten beiden Oktoberwochen - damit stehen Oktober und Anfang November im Raum. Hoffmann will aber auch diesen Termin nicht bestätigen. Immerhin steht aber noch das im Sommer verkündete Eröffnungsjahr 2018 für die Fertigstellung des 20-Millionen-Euro-Projektes.

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Derweil gehen auch die Arbeiten im Freibadbereich voran, die umstrittenen Edelstahlbecken würden derzeit vom Anbieter weiter verbaut, der sehr zuversichtlich sei, dass das von den Stadtwerken in Auftrag gegebene Gutachten zu seinem Gunsten ausfalle.

Hoffmann rechnet noch diese Woche mit dem Ergebnis der Untersuchungen. Hintergrund: Die Stadtwerke lassen überprüfen, ob die Edelstahlbecken, die derzeit im Freibadbereich verbaut werden, den Anforderungen für ein Schwimmbad überhaupt genügen. Im Inneren des Bades gebe es bisher noch keine Beanstandungen, sagt er.

Das Hallenbad präsentiert sich den Besuchern der Baustelle innen offen und luftig, lässt durch die großen Fenster viel Tageslicht herein, und der Schwimmer guckt auf die Bäume des Sternbuschs. Schon im Rohbau überzeugt die Deckenkonstruktion, das Bad ist so geplant, dass die Geräuschkulisse vergleichsweise klein bleibt, heißt es. Es gibt ein Familien- und ein Sportbecken. Das i-Tüpfelchen ist das Ganzjahres-Außenbecken, das durch überflüssige Wärme geheizt wird und das ganze Jahr offen bleibt. Allerdings gibt es keinen Schwimmkanal nach draußen ins warme Becken.