Kleve: Kletterer wollen Boulder-Halle eröffnen

Neues Angebot : Kletterer wollen Boulder-Halle eröffnen

Alexander Schmitz und Philip Becker sind „Boulder“-Lehrer. Sie wollen in Kleve eine Kletterhalle eröffnen. In der „Kliff“-Boulderhalle soll es auch Bereiche für Kinder und Anfänger sowie ein Bistro geben. Geplante Eröffnung: Februar.

Bouldern, das Klettern ohne Seil, hat sich zum Breitensport entwickelt und wird 2020 sogar Teil der Olympischen Spiele. Geht es nach Alexander Schmitz und Philip Becker, können Interessierte diesen Sport bald auch in Kleve ausüben. Die beiden „Boulder-Lehrer“, die in Kleve und Issum wohnen, wollen in der Kreisstadt im Februar die „Kliff“-Boulderhalle eröffnen.

Derzeit sind die beiden leidenschaftlichen Kletterer zwar noch in Gesprächen mit Banken, doch sie sind guter Dinge, dass sie ihre Pläne in die Tat umsetzen können. Ein möglicher Standort für die Halle könnte nahe der Firma Würth, gegenüber dem alten Hotel Cleve, sein. Doch auch hier laufen noch die Verhandlungen. So stellen sich die beiden Firmengründer die „Kliff“-Boulderhalle vor: Auf einer Fläche von 700 Quadratmetern sollen vier verschiedene Kletterbereiche eingerichtet werden. „Dazu gehören ein spektakulärer Wettkampfbereich, ein Trainingsbereich, ein Plaisir- und Anfängerbereich sowie ein Kinderbereich mit kindgerechten Gestaltungen wie Lianen oder einer Kletterburg“, sagt Alexander Schmitz. Die Routen dieser Bereiche sollen ständig erneuert werden, um langfristig Abwechslung zu schaffen. Das Angebot soll von Kindertraining über Einsteigerkurse und langfristig auch bis hin zu speziellen Technik- und therapeutischen Kursen reichen. Auch Yoga soll zur Entspannung angeboten werden. Spezielle Gruppenangebote wie Kinderausflüge oder Teambuildingmaßnahmen runden das Konzept ab.

Die angestrebte Kooperation mit der vor Ort befindlichen Hochschule soll von Beginn an eine Kundenbasis bieten. Im Laufe der Zeit sollen zusätzlich Veranstaltungen wie Wettkämpfe, Lesungen und Vorträge stattfinden. „Das Team wird zunächst aus uns, den beiden Gründern, bestehen sowie einer 450-Euro-Kraft. Wir wollen es langfristig weiter ausbauen“, sagt Schmitz.

„Bouldern spricht generell Menschen aller Altersklassen und sowie Männer und Frauen an, die sich sportlich betätigen möchten“, sagt Philip Becker. Laut DAV seien die meisten Anfänger zwischen zwölf und 20 Jahren alt und die Boulderer, die am dauerhaftesten aktiv sind, in der Altersgruppe von 20 bis 39 Jahren. „Deswegen wollen wir eine breite Zielgruppe, angefangen von Kindern ab sechs Jahren bis Erwachsene von 40 Jahren, ansprechen“, erläutert Becker. Die „Kliff“- Boulderhalle soll ein Anlaufpunkt für Eltern mit ihren Kindern genauso wie für Schulklassen, Studenten und Berufstätige werden.

„Da unterschiedliche Schwierigkeitsgrade angeboten werden sollen, ist das Angebot für Anfänger, die ausprobieren möchten, genauso wie für Profis, die immer wieder neue Herausforderungen“, betont Schmitz.

Philip Becker (l.) und Alexander Schmitz wollen in Kleve eine Boulder-Halle eröffnen. Foto: Alexander Schmitz

Im Bistro sollen Snacks und Getränke angeboten werden. Auch ein Shop gehört zum Konzept. Dort gibt es die wichtigsten Boulderaccessoires zu kaufen oder leihen. Ein Seminarraum soll die Möglichkeit bieten, branchenübergreifende Kurse anzubieten, etwa in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Pädagogen oder Fitnesstrainern. Schmitz und Becker planen, sich erst einen Kundenstamm aufzubauen und dann die „Kliff“-Boulderhalle zum Austragungsort für kommunale, regionale und überregionale Wettkämpfe zu machen.

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