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Kleve: Keine weitere Bombe an der Kapitelstraße

Sondierung in Kleve abgeschlossen : Keine weitere Bombe an der Kapitelstraße gefunden

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben das Grundstück zwischen Nassauermauer, Kapitelstraße und Von-Galen nach drei Bombenfunden in Folge erneut untersucht. Ergebnis: Es muss vorerst keine weitere Evakuierung geben. Zuletzt mussten jeweils 4500 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Bei Sondierungsarbeiten auf dem kirchlichen Baugrundstück zwischen Kapitelstraße, Von-Galen-Straße und Nassauermauer wurde keine weitere Bombe gefunden. Der Kampfmittelräumdienst gab nach Abschluss der Arbeiten am Dienstag nach Pfingsten Entwarnung. „Wir sind sichtlich erleichtert, vor allem wegen der vielen Menschen in den beiden Senioreneinrichtungen, die wir jetzt zum Glück nicht noch ein viertes Mal evakuieren müssen. Ebenso wegen der 4500 Bewohner in der Innenstadt, die ebenfalls wieder von einer weiteren Evakuierung betroffen gewesen wären“, sagte Kleves Bürgermeister Wolfgang Gebing unmittelbar nach Bekanntwerden  des Ergebnisses der Untersuchung.

Kostenpflichtiger Inhalt Gleich drei Bomben, zwei schwere Zehn-Zentner-Sprengkörper und ein weiterer mit einem gefährlichen Zeitzünder, der sofort entschärft werden musste, waren in den vergangenen Wochen auf dem Gelände gefunden worden. Dreimal mussten die Bewohner der Seniorenheime und die Bewohner innerhalb des inneren Sicherheitsbezirks evakuiert werden, mussten teilweise bis weit nach Mitternacht warten, ehe sie in ihre gewohnte Umgebung zurück durften. Ein echter Kraftakt – auch für die vielen Einsatzkräfte und Helfer.

Die erste schwere Bombe war bei Sondierungsarbeiten vor Jahresfrist gefunden worden, als das Gelände für den Bau eines neuen Pfarrheimes und Priesterwohnungen vorbereitet wurde. Sie konnte corona-bedingt aber erst später entschärft werden. Bei den folgenden Arbeiten wurde der weitere Sprengkörper gefunden. Als Bagger das restliche Gelände abräumten, um eine Untersuchung des kompletten Grundstücks durch den Kampfmittelräumdienst vorzubereiten, tauchte die dritte Bombe mit dem Zeitzünder auf. Nach der abschließenden Untersuchung des Grundstücks  wurde jetzt Entwarnung gegeben. Nun kann der dort geplante Bau unter anderem für eine neue Familienbildungsstätte vorbereitet werden.