Kleve Jubiläumskonzert MGV Materborn wird 100 Jahre

Kleve 100 Jahre MGV : 100 Jahre Männerchor

Ein bunter musikalischer Gruß zum Jubiläum des MGV Materborn

Der MGV Materborn (Leitung: Wolfgang Dahms) begrüßte die Besucher zu Beginn des Konzertes, am Klavier wie immer kompetent von Anja Speh begleitet, mit einem Querschnitt durch 100 Jahre Männerchorliteratur. Es erklang u.a. eine Melodienfolge des Berliner Komponisten Paul Lincke, der „Jägerchor“ aus dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber, aber auch ein „Best of Udo Jürgens“.

„Besonders gut kam beim Publikum das „MGV Concordia“ von den Bläck Föös an, bei dem die Sänger des MGV Materborn humorvoll die Wirkungen des Alkohols auf den Chorgesang ,herausarbeiteten’“, so Wolfgang Dahms. Viel Beifall für die gelungenen Vorträge des „Geburtstagschores“ MGV „Eintracht“. Das Salon-Orchester „Schwarze Rose“ aus Emmerich (Leitung: Geert Jan Dijkerman) brachte einen bunten Melodienstrauß, der von der gefühlvollen Melodie bis zum Marsch reichte, gekonnt auf die Bühne. Hier seien als besonders gelungen die „Moonlight-Serenade“ von Glenn Miller und der „Colonel Bogey-Marsch“ erwähnt, bei dem das Publikum begeistert mit pfiff. Großer Beifall für das Salonorchester, das sich mit der Zugabe „Tico Tico“ bedankte. Danach wurde es dunkel im Saal. Die 85 Sänger des Ruhrkohle-Chores (Leitung: Harald Jüngst) zogen mit ihren angezündeten Grubenlampen auf die Bühne. Am Beginn drei Lieder aus der bergmännischen Literatur, deren Pflege einst der Hauptgrund der Chorgründung war. Dass der Ruhrkohle-Chor jedoch in allen Musikstilen zuhause ist, bewiesen die Sänger u.a. eindrucksvoll mit dem „Erhebet das Glas“ aus der Oper „Ernani“ von G. Verdi und dem Ausflug in die Musicalwelt vom „König der Löwen“. Hervorragender Männerchorgesang und besonders bemerkenswert dabei, dass das gesamte Konzertprogramm von den Sängern auswendig vorgetragen wurde. Der Ruhrkohle-Chor wurde dabei am Klavier von der einfühlsamen musizierenden Pianistin Simone Witt begleitet. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten bewies die Sopranin, Ute Eisenhut, mit ihrem „angeheitert“ vorgetragenen Operetten-Potpourri von Johan Strauß und dem „Im Theater ist nichts los“ von Georg Kreisler.

Stehender Beifall des begeisterten Publikums. Dank des Vorsitzenden, Franz Viell, an alle Mitwirkenden und Unterstützer vor allem an die Volksbank Kleverland und die Sparkasse Rhein-Maas. Dann zum großen Finale das „Danke für die Lieder“ von Abba und zum Abschluss mit beiden Chören und dem Salonorchester gemeinsam das „Steigerlied“ nach einem Arrangement von Winfried Funda. Ein kurzweiliges Konzert zum 100. Geburtstag ging zu Ende.

(woda)
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