Kleve: Hochschule und Moyland suchen neue Leitung

Ausblick 2019 : Neue Chefs im Kleverland gesucht

Der Posten der Präsidentin der Hochschule muss neu besetzt werden, ebenso die künstlerische Leitung in Moyland. Zudem müssten Ende 2019 die Bürgermeisterkandidaten für 2020 aufgestellt werden. Und gewählt wird 2019 auch.

Alle reden von Europa – dass aber im Mai 2019 die Wahlen für Brüssel anstehen, muss man sich erst vergegenwärtigen. Aus dem Kreis Kleve schicken immerhin die Sozialdemokraten einen Kandidaten ins Rennen um einen der begehrten Plätze im Europaparlament: Professor Hasan Alkas, ein Wirtschaftswissenschaftler mit Europa-Erfahrung. Die Kreis Klever Christdemokraten haben es nicht geschaft, ihren eigenen Kandidaten vom unteren Niederrhein aufs Schild zu heben. Hier tritt Stefan Berger, ein CDU-Landtagsabgeordneter aus Viersen, für den Niederrhein an. Und hat wohl dennoch die besseren Chancen, in der Nachfolge von Karl-Heinz Florenz nach Brüssel zu kommen, als sein Kontrahent Alkas, der angesichts der momentanen politischen Großwetterlage schon einen sehr guten Listenplatz bräuchte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend.

In den Kommunen dagegen stehen teils richtungsweisende Entscheidungen an. Eine Auswahl:

Kreis Kleve Die Hochschule Rhein-Waal soll in diesem Jahr eine/n neue/n Präsident/in bekommen. Der Blick geht optimistisch nach vorn. Und in die Wirtschaft: Hier sollen die Beziehungen zwischen Hochschule sowie Wirtschaft und Kommunen deutlich verbessert werden. Da gilt es auch, zusammen mit den Kommunen rund um die Standorte Kleve und Kamp-Lintfort Raum für Ausgründungen zu finden.

Bedburg-Hau Museum Schloss Moyland steht vor der Wand. Die Ausstellungshalle ist geschlossen, es fehlen die Chefs für die Wirtschaft und für die Kunst. Die Stellen sind ausgeschrieben und sollen 2019 besetzt werden. Während sich die Stiftung optimistisch gibt, kamen aus dem zuständigen NRW-Kulturministerium zumindest in Sachen künstlerischer Leitung vorsichtigere Töne. Ein Schicksalsjahr für das Museum.

Goch In Goch geht der Ausbau der Kaserne zu einem großen Wohngebiet weiter: Das „Neu-See-Land“ muss auch 2019 weiter wachsen. Außerdem sollten in dem Jahr die Weichen für den Schluss der Gocher Ringe auch durch Neu-See-Land gestellt werden. Ob es Goch dagegen gelingt, den enormen Schuldenstand einzudämmen, steht auf einem anderen Blatt.

Kalkar Bürgermeisterin Britta Schulz führt die Nicolai-Stadt mit ruhiger Hand. Hier steht allerdings der Verkauf des privaten „Wunderlandes“ an. Vielleicht findet sich ja 2019 ein Käufer für den wirtschaftlich nicht unbedeutenden Komplex.

Kleve In der Kreisstadt stauen sich die Projekte – es geht unter der Leitung von Bürgermeisterin Sonja Northing nicht so richtig voran, moniert die Politik. Der Adler auf dem Obelisken im Tierpark ist ein typisches Beispiel: Er wurde gleich zu Beginn ihrer Amtszeit abgenommen. Vielleicht schafft Northing es endlich, dass im dritten Jahr ihrer Amtszeit das Denkmal komplettiert wird. Die Zeichen stehen gut. Rat und Bürgermeisterin könnten es allerdings Anfang des Jahres 2019 schaffen, Kleves „ewiges“ Problem MInoritenplatz zu lösen. Da steht der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan an. Erst danach weiß man, was dort entstehen kann und ob sich die Fläche vermarkten lässt.

Kranenburg Bürgermeister Günter Steins in der Grenzgemeinde hat andere Sorgen, als liegen gebliebene Projekte. Er muss sich, so pfeifen es die Spatzen von den Dächern der Grenzgemeinde, um einen Nachfolger/in kümmern, der in die großen Fußstapfen des erfahrenen ersten Bürgers treten kann. Denn die Konkurrenz schläft nicht. 2019 sollte sich auch die Diskussion um eine wirtschaftliche Nutzung von Burg Zelem lösen.

Uedem Rainer Weber führt seine Gemeinde still und unaufgeregt durch die Unbill der Zeitläufte. Insider rechnen damit, dass er das auch noch eine längere Zeit tun wird.

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