Kleve: Heimatpreis für den Verein Haus Beth Hamifgash.

Rat vergibt Preise : Heimatpreis für das Haus der Begegnung

Haus Mifgash, das Forum Arenacum und der Martinsverein für die Innenstadt sind die ersten Preisträger.

 Dass der Verein Haus der Begegnung Beth HaMifgash der erste Träger des Heimtpreises der Stadt Kleve ist, ist wenig überraschend. Schon in der Diskussion, ob man überhaupt und wenn ja, wie man einen solchen Preis vergeben wolle, wurde schnell klar: Der erste Preisträger soll für Integration stehen und deutlich machen, dass man den Begriff Heimat in Kleve nicht als Vehikel zur Ausgrenzung versteht.

Damit will sich der Rat klar gegen rechts und die AfD absetzen. Denn lange hatten die Fraktionen im Rat gezögert, sich mit dem über Landesgelder finanzierten Heimatpreis auseinanderzusetzen. Erst als die AfD über den Ausschuss für Bürgeranträge die regelmäßige Vergabe eines solchen Preises einbrachte, wurde zuvor mit großer Mehrheit beschlossen, dass Kleve den Preis dreigeteilt vergeben solle: Einen ersten Preis mit 3000 Euro dotiert, einen zweiten Preis mit 2500 Euro  und einen dritten Preis mit 1500 Euro. Sieben Vorschläge wurden eingereicht, drei ausgesucht.

Die 3000 Euro gehen an den noch jungen Verein Beth HaMifgash, der sich um die Begegnung von Kulturen und Religionen kümmert, um Integration. Der „Neubürger“ und „Altbürger“ zusammenbringt, der Vorträge, Konzerte und Diskussionsrunden organisiert und nicht zuletzt das  Fest der Kulturen in Kleve auf die Beine stellt. Der sich  maßgeblich für die Verlegung der Stolpersteine engagiert. Kurz, der die Stadt in wichtigen Dingen bereichert.  „Es ist uns wichtig, dass wir einen Verein für Integration und gegen Diskriminierung als ersten auszeichnen“, sagte Kleves stellvertretender Bürgermeister Joachim Schmidt, der die erkrankte Bürgermeisterin Sonja Northing vertrat. Um der Feierlichkeit der Preisübergabe mehr Geltung zu verleihen, zog Schmidt gleich die Amtskette über, nachdem der Rat die von der Expertenkommission vorgeschlagenen drei Preisträger einstimmig bestätigt hatte.

Gut, dass der dritte Preis an einen kleinen Verein geht, der sich um eine ebenso schöne wie alte Tradition in der Stadt bemüht: 1500 Euro bekommt der Martinsverein für die Innenstadt Kleve und ist damit der dritte im Bunde der ersten Heimatpreisträger. Er bemüht sich um die Martinslegende, den Fackelzug der Kinder, das Feuer auf dem Koekkoek-Platz und den Weckmann, den es nach dem Zug gibt. Der zweite Preis geht mit 2500 Euro verdient an das Forum Arenacum, den Heimatverein Rindern, der unmittelbar nach der kommunalen Neugliederung in Rindern gegründet wurde.