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Kleve Hedwig Meyer-Wilmes steht auf Platz der Grünen in kleve

Grüne wählen Liste : Meyer-Wilmes führt die Grünen an

Im Kolpinghaus in Kleve stellten die Grünen ihre Liste für die Kommunalwahlen im September auf. Das Ergebnis steht für Kontinuität. Drei junge Grüne auf den aussichtsreichen Plätzen

Die Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Hedwig Meyer-Wilmes, führt die Liste der Klever Grünen an. Ratsfrau Wiltrud Schnütgen folgt auf Platz drei. Neu im Bunde der ersten drei ist Bruno Janßen, seit Jahren bekannt vom Forum Lateinamerika und als „Dirigent“ der „Konga Quings“, die der Lehrer des Konrad Adenauer Gymnasiums seit Jahren betreut. Da es auch Susanne Siebert auf einen aussichtsreichen Listenplatz (5) geschafft hat, steht die Liste der Klever Grünen für Kontinuität: Die drei Frauen arbeiten seit Jahren in der Listenverbindung mit der Klever CDU zusammen. Christian Schoofs und Klaus Werner Hütz von der Fraktion traten nicht mehr an, Michael Bay, der letzte der drei Grünen-Ratsmitglieder, die 2004 die Grundlage für Schwarz-Grün legten, schaffte es auf Platz zehn. Wenn die Grünen vier zusätzliche Sitze erreichen, kommt auch er noch in den Rat. Denn die Reserveliste entscheidet, wer die Plätze im Rat bekommt, wenn die Kandidaten kein Direktmandat gewinnen. Alle sechs Plätze im Klever Rat haben die Grünen derzeit über die Liste bekommen. Die Anzahl der Plätze hängt davon ab, wieviel Prozent die Partei bei der Wahl in Kleve erreicht.

Meyer-Wilmes war mit einer kämpferischen Rede angetreten: Sie träume von einer interessanten Architektur in Kleve, von weniger Autos in der Stadt, von einer klimaneutralen, energieautonomen Stadt und von einer städtischen Wohnungsbaugenossenschaft, die alte Häuser in Kleve nicht niederländischen Leihfirmen überlässt, sagte sie. Die derzeitige Stadtspitze wurde von ihr attackiert: „Ich träume von einem Bürgermeister, der in diesen Zeiten der Populisten eine eigene Position und die Kompetenz für ein solches Amt hat. Der in Corona-zeiten nicht abtaucht und schöne Filmchen dreht“. Und warb damit für den Kandidaten der Grünen, Rolf Janßen.

Damit die Träume in Erfüllung gehen, bekam die Fraktionschefin die nötigen  Mehrheiten und hatte, wie später Wiltrud Schnütgen keinen Gegenkandidaten. Um alle anderen Plätze auf der Grünen-Liste stritten sich die Kandidaten. Auf den vierten Platz schaffte es Benedikt Verheyen, der als Masterarbeit in seinem Architekturstudium ein nachhaltiges Viertel für Kleve zeichnete und heute in einem Klever Ingenieurbüro arbeitet. Er stammt aus Goch.

Der Grünen Vorsitzende Hannes Jaschinski, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Rhein-Waal steht auf Platz sechs, Maja Marbach von FFF auf Platz sieben, Detlev Koken auf acht, Die Musikerin Verena Krauledat schaffte es auf neun und Michael Bay schließlich auf zehn. Auf den weiteren Plätzen folgen Ulrike Wäckers (11), Sarah Dörper (12), Jonas Bruns (13), Yacup Ordu (14), Tim  Dollnik (15) und Friedrich Förster.

„Die Mischung von erfahren und neu ist gelungen. Wir haben acht unter 30jährige, zwei unter und um 40-Jährige, zwei um die 50-Jährige und vier über 60-Jährige auf der Liste“, kommentierte Hedwig Meyer-Wilmes den Abend.