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Kleve: Grundsteinlegung in Materborn

Kleve-Materborn : Grundsteinlegung in Materborn

Bürgermeister Theodor Brauer legte gemeinsam mit anderen an dem Projekt Beteiligten den Grundstein zum Bau des Lebenshilfe-Wohnparks.

Das Aufgebot an namhaften Klevern bei der Grundsteinlegung zum Materborner Wohnpark der Lebenshilfe gGmbH war kein geringes: Bürgermeister Theodor Brauer, Landrat Wolfgang Spreen, der Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbH Hermann Emmers, Architekt Bruno Braun, der katholische Pfarrer Christoph Grosch und sein evangelisches Pendant, Elisabeth Schell - sie alle ließen es sich nicht nehmen, ein paar Worte zur Grundsteinlegung des bereits im September begonnenen Baus an der Dorfstraße in Materborn an die anwesenden Gäste zu richten.

In den kommenden Monaten wird dort der in der Vergangenheit teils heftig umstrittene Wohnpark der Lebenshilfe gGmbH entstehen. Gemäß Lebenshilfe-Geschäftsführer Hermann Emmers lautet das Leitmotiv des Projektes: " Miteinander, füreinander." Jung und alt, Menschen mit und ohne Behinderung sollen dort in einer Vielfaltsgemeinschaft zusammenleben, erklärt Emmers.

Dieser Grundton war bei allen Rednern herauszuhören. Bürgermeister Brauer sprach von einer Willkommensgesellschaft, die sich auch schon bei der Einrichtung des nahegelegenen Asylbewerberheims in der ehemaligen Sankt Anna Hauptschule zeigte: "Ich wohne nur drei Minuten entfernt und freue mich auf die Fertigstellung des Wohnparks, wo Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf zusammenkommen." Es sei ein steiniger Weg bis hierher gewesen, um so glücklicher sei er, dass nun das Fundament für ein natürliches Miteinander geschaffen sei. In Kleve dauere es schon einmal, bis ein Projekt bejaht würde, so Brauer. Doch er sei überzeugt, dass hier ein Konzept gewählt wurde, das später auch anerkannt werde.

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Gottes Segen spendeten Pfarrerin Elisabeth Schell und Pastor Christoph Grosch dem Bau und allen Beteiligten. Er könne von seinem Wohnzimmer auf die Baustelle schauen und habe sich schon gefragt, ob hier ein neuer Wallfahrtsort entstehe, denn es kämen immer sehr viele Menschen zum Schauen vorbei, erzählt der Pastor während seiner Segensworte.

Bevor feierlich eine Teilnehmerliste, zwei Tageszeitungen und ein wenig Kleingeld in die Metallrolle gegeben wurden, sprach Landrat Spreen über die vergangenen drei Jahre des Projektes: "Es gab Zeiten des Zweifels, doch seit langer Zeit habe ich bezüglich des Bauprojektes keine mehr."

Jetzt, da der Grundstein gelegt wurde, kann die Siebers Tiefbau GmbH mit den im September begonnen Bauarbeiten für das integrative Wohnheim fortfahren.

(vdSa)