Kleve: Grünen haben eine neue Geschäftsstelle

Grüne im Kreis Kleve : Größere Geschäftsstelle für die Grünen

Die Sonnenblume blüht jetzt an der Hagschen Straße in der City der Kreisstadt.

Es ist rappelvoll am Sonntagmorgen an der Hagschen Straße in Kleve. Draußen vor der Tür stehen Grüppchen, drinnen muss man sich quetschen um durch zu kommen. Peter Driessen, Bürgermeister der Gemeinde Bedburg-Hau steht mitten im Gewühl, Sonja Northing, die Bürgermeisterin von Kleve und auch Stephan Haupt, Landtagsabgeordneter der Kreis Klever FDP ist dabei, ebenso wie die Vertreter der meisten Parteien in Kreis Kleve von CDU über SPD und FDP bis Linke. Denn die Kreis Grünen haben eingeladen. Eingeladen, ihre neue Kreisgeschäftsstelle, die zugleich auch die Geschäftsstelle für den Ortsverband ist, zu eröffnen. Und so strahlen Bruno Jöbkes, Sprecher der Kreis Klever Grünen, und Aila Banach, Vorsitzende in Kleve, um die Wette. „Wir sind mehr geworden, deshalb brauchen wir auch mehr Raum“, sagt Jöbkes. Hier könne man mit 20 Leuten tagen, unten im Spoycenter, wo die Grünen zuletzt ihre Geschäftsstelle hatten, war bei zehn Leuten Schluss. Außerdem frifft sich hier der Flüchtlingsrat, und Hermann Brendieck, Geschäftsführer der Kreis-Grünen, ist drei Tagen die Woche ansprechbar. „Wir möchten auch im Stadtbild besser erkennbar sein - und das sind wir hier oben“, sagt Banach.

Rund 20 neue Mitglieder haben die Grünen im Kreis seit Beginn des Jahres aufgenommen. „Richtig viele - aber nicht nur Schüler“, sagt Banach. Und Jöbkes fügt an, dass viele erkannt haben, dass die Grünen nicht nur Umweltschutz können. Dennoch: Die Fridays for Future-Bewegung gibt der Partei einen ungemeinen Schub. Und sie soll Ansporn sein, entsprechend weiterzumachen, sagt Felix Banaszak, Vorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen in NRW. Er war eigens vom Landesverband gekommen, die neue Geschäftstelle nicht nur zu loben, sondern aufzuzeigen, dass man nach Europa auch in den Kommunen 2020 deutliche Zugewinne machen möchte. Denn die Kommunalpolitik sei die Herzkammer unserer Demokratie und die Grünen seien bereit, Verantwortung zu übernehmen. Für die Demokratie solle man auch unbedingt zur Europawahl gehen – das empfehle er über alle parteipolitischen Grenzen hinweg.