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Kleve: Glänzender Sitzungskarneval der Schwanenfunker

Schwanenfunker-Sitzung : Glänzender Sitzungskarneval der Funker

Die Schwanenfunker brannten ein Feuerwerk der guten Laune ab. Fulminanter Empfang des Prinz Karneval in der ausverkauften Narrenburg. Besucher erlebten über Stunden fantastischen Saalkarneval und eine tolle Funkerparty.

Er war das, was bei Prominenten als „Bad in Menge“ bekannt ist: Der Einzug von „Prinz Marc, der Steuernde“, der Tollität im Klever Karneval, dem die Gäste der Schwanenfunker-Prunksitzung einen sagenhaften Empfang bereiteten. Kein Wunder, schließlich war es ein Heimspiel für das Narrenoberhaupt aus den Reihen der im Jahre 1925 gegründeten Karnevalsgesellschaft, bei der stets aktuelle, lokale und überregionale Themen, gewürzt mit besten „Kleefs Platt“, im Vordergrund stehen. Voller Stolz empfing Präsident Walter Heicks Prinz Marc und dessen Riesengefolge in der bunten Hochburg des rheinischen Frohsinns. Da neidete er dem Prinzen keinesfalls diesen Triumphzug in den Saal, den er selber auch einmal als „herzlicher Prinz“ erlebt hatte. Denn: „Man mott ok gönne könne“ – nicht ohne Grund hatten die Schwanenfunker dieses Motto in der Session 2020 gewählt. Und den Höhepunkt eines jeden Karnevalisten, einmal Prinz zu sein, gönnte man Marc und seiner kompletten Mannschaft natürlich von Herzen.

Grandios bereits der Startschuss in den mehrstündigen unterhaltsamen Abend, an dem die Schwanenfunker ein Feuerwerk der guten Laune nach dem anderen abbrannten und an dessen Anfang Michael Rübo als „Klever Narr“, Bürgern und Politik den Spiegel vorhielt. Einfach nur brillant, wie er nicht nur das Weltgeschehen mit seinen Höhen und Tiefen beleuchtete. „Berlin hat den klimafreundlichsten Flughafen“ so Rübos Seitenhieb auf den ewig im Bau befindlichen Flughafen BER, und dass Bürgermeister nach Waffen fragen, sei in einer Demokratie nur schwer zu ertragen. Stehende Ovationen! Anmutig und grazil entführten die Schwanenfünkchen das Publikum in die Welt des Balletts, wobei auch die Funker-Schwänchen mit ihren Garde- und Showtanz gleichfalls zu entzückten wussten. Eine wahre Augenweide.

Pointenreich, und auch hier fehlte nicht das gute „Kleefs Platt“, stiegen Bernd und Hendrik Thiele (Vater und Sohn), Julian Kalinski, Michael Hövelmann, Christoph Reintjes sowie eine starke Gisela Grunenberg in der Funker-Bütt, die dem Zwerchfell eine Menge an Arbeit bescherten. Gleichfalls brillant, das Büdchen am Mittelweg. „Mit 30 die Gruft herauf, sei in Kleve ein Traum“, sinnierten „Schnüppi, Ingo und Sepp“. Einfach nur grandios deren Geschichten rund um den Schwanenturm.

Erneut Spitze der Funker-Chor, der dieses Mal in die „ZDF-Hitparade“, parodiert auf Klever Ereignisse, entführte. Gleichfalls mit Beifallsstürmen bedacht, der musikalische Beitrag der Funker-Twens sowie die Show „Quincy`s Haarsalon“, in dem nicht nur frisiert, geföhnt und gefärbt, sondern eben so viel getratscht und gelästert wurde. Wieder einmal tauchte die Frage auf, warum es im Klever Karneval denn keine Prinzessin gebe? Mit diesen Beiträgen setzen die Schwanenfunker einen fulminanten Schlusspunkt unter einen hervorragend und in allen Belangen glänzenden Sitzungskarneval, zu dem der Funker Chor das große Finale unter einen Klasse-Abend einläuteten.