Kleve: GeWoGe baut 64 Wohnungen an der Spyckstraße

Kleve neuer Wohnpark Spyckstraße : GeWoGe baut 64 neue Wohnungen

Vier neue Häuser plant die GeWoGe Wohnungsgesellschaft an der Spyckstraße. Statt der dort einst liegenden 38 Wohnungen werden 64 neue Wohnungen entstehen, es gibt begrünte Fassaden und einen kleinen, parkartigen Hof.

Die sieben schmalen GeWoGe-Mietshäuser entlang der Spyckstraße aus den 1950er und 1960er Jahren sind abgerissen. An ihrer Stelle sollen vier neue Häuser mit 64 Wohnungen gebaut werden. Die Klever GeWoGe Wohnungsgesellschaft, die die Bauten hochziehen lässt, plant eine Klimaschutzsiedlung in der Qualität ihrer Gebäude an der Richard-van-de-Loo-Straße mit Passivhäusern, barrierefrei und behindertengerecht. Parkraum soll für 45 Pkw in einer Tiefgarage entstehen, 19 Parkplätze werden oberirdisch nachgewiesen. Dann sollen, in einer zweiten Phase, noch acht Reihenhäuser mit Wohnflächen zwischen 116 und 136 Quadratmetern gebaut werden, womit das neue städtische Quartier an der Spyckstraße zwischen Franziskus-Haus und Rampenbrücke fertig wäre.

Jetzt stellten GeWoGe-Geschäftsführer Michael Dorißen sowie die Planer Christiane Behrens und Thomas Euwens von Reppco das Vorhaben, das einen zweistelligen Millionenbetrag (so Dorißen) kosten soll, vor. Die nötige Änderung des Bebauungsplanes ist nach der jüngsten Ratssitzung in die Offenlage gegangen, so dass sie nach den Sommerferien beschlossen werden könnte. Dorißen hofft dennoch, im Frühjahr 2020 mit dem Bau starten zu können und den neuen „Wohnpark Spyck“ 2022 fertig zu haben.

Die alten Häuser sind abgerissen, die Fläche für die Neubauten links der Spyckstraße ist vorbereitet. Foto: Markus van Offern (mvo)

Die Wohnungen, deren Miete zwischen 8,20 Euro und 8,40 Euro liegen soll (plus 2,50 Euro Nebenkosten pro Quadratmeter), stehen ab kommender Woche auf der Website der GeWoGe. In dem Mietpreis ist ein „Rundum-sorglos-Paket“ (so Dorißen) mit Hausmeisterdienst inbegriffen. Rund 20 Prozent der frei finanzierten Wohnungen sollen zum geförderten Mietpreis von etwa 6,40 Euro auf den Markt gehen.

Reppco um Architektin Christiane Behrens hat moderne, teils sogar kubische Häuser mit großzügigen Fensterflächen, Balkonen und Fahrradstellplätzen gezeichnet, die über dem Sockelgeschoss sandrot verklinkert sind. Um den Lärm der Rampenbrücke abzuhalten, wurde an der Brücke ein großer Bau mit fünf Stockwerken (das fünfte gilt, weil deutlich kleiner als die darunter liegenden, als „Dachgeschoss“) geplant. Die Wohnräume des großen Hauses liegen zum künftigen Innenhof heraus, die Nebenräume und die Erschließung über Laubengänge zur Rampenbrücke. Die Fassade mit den Laubengängen ist verglast und soll über Rankhilfen in Teilen begrünt werden. Beides dient als Pufferzone gegen den Straßenlärm.

Auch die anderen drei Gebäude, die eine Etage weniger haben, öffnen sich mit ihren Wohnungen zum Innenhof, der großzügig begrünt werden und der als Begegnungsstätte zwischen jung und alt ausgebaut werden soll, so Behrens. Man könne sich dort auch eine Zusammenarbeit mit der Aktion essbare Gärten vorstellen. Damit dieser Innenhof entsprechend großzügig werden kann, was auch der Belichtung der Wohnungen zugute kommt, muss die GeWoGe aber noch einen Streifen des Nachbargrundstücks dazu kaufen. Außerdem muss sie auch das Grundstück kaufen, auf dem die acht Reihenhäuser gebaut werden sollen. Das Gelände soll passend an die Grünflächen rund um die Europaradbahn angeschlossen werden. Der Müll wird in unterirdischen Containern entsorgt.

„Wir wollen das Gebiet dort unten komplett aufwerten“, sagt Dorißen. Man habe auch gute Gespräche mit den Nachbarn – das Franziskus-Haus – geführt. Damit könnte also ein schönes, neues Stück Stadt entstehen.

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