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Kleve: Gelbe Tonne soll kommen

Müll in Kleve : In Kleve wird es bald die gelbe Tonne geben

Der Verwaltungsrat der Umweltbetriebe Stadt Kleve (USK) spricht sich einstimmig für gelbe Tonne aus.

Die Klever Bürger sollten künftig ihren Plastikmüll in einer gelbe Tonne entsorgen. Das beschlossen die Mitglieder des  Verwaltungsrates der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) einstimmig mit der Einschränkung, dass auch der Rat der Stadt Kleve zustimmen müsse. Zwar hätten die USK dies auch ohne Beteiligung des Rates beschließen können, doch entschied sich USK-Vorstand Karsten Koppetsch bei einer solch weit in die Gewohnheiten der Bürger reichenden Entscheidung, den Rat zu beteiligen.

Vor dem Ausschuss betonte Koppetsch, dass der Vertragspartner für den Plastikmüll, das duale System (DS), ein Mischsystem für Kleve ausschließt. „Man lässt nicht zu, dass wir dem Bürger die Wahl lassen, ob er die Tonne oder den Sack möchte“, so der USK-Chef. Da die gelben Säcke inzwischen immer mehr beim Bürger in die Kritik geraten seien, habe man sich für die Tonne entschieden. Dabei könne es für problematische Situationen, wo man keine Tonne stellen könne, Ausnahmen geben. Auch sei klar, dass man große Container für Mehrfamilienhäuser ebenso zulasse, wie die neuen unterirdischen Müll-Container. Koppetsch sieht zudem die Möglichkeit, dass sich zwei Einpersonen-Haushalte, die nur wenig Müll mit dem gelben Punkt entsorgen müssen und Probleme haben, zwei Tonnen im Hof zu stellen, sich eine Tonne teilen können. „Das wird sich alles in den ersten Monaten einspielen“, so Koppetsch. Kleves Kämmerer Willibrord Haas stellte klar, dass für die gelbe Tonne keine Gebühren seitens der Stadt oder der USK anfallen: „Die Entsorgung ist bereits über den Kauf der Ware finanziert“. Auch könne man sich vorstellen, dass zusätzliche Säcke weiterhin möglich sind, sollte die Tonne mal nicht ausreichen.

In der Regel werden die Umweltbetriebe 240-Liter-Tonnen aufgestellt, die im Dezember verteilt werden. Abgefahren wird die Tonne dann ab Januar 2021.