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Kleve: Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs (FSH) lädt zum Gesprächskreis

Kleve : Den Weg leuchten für Frauen mit Brustkrebs

In der Kapelle des St.-Antonius-Hospitals in Kleve werden 48 Kerzen entzündet. Mit dieser Zeremonie wird der Aktionsmonat gegen den Brustkrebs gestaltet.

 (RP) Mehr als 150 Frauen hören täglich die Diagnose „Brustkrebs“ und etwa 48 Frauen sterben täglich an dieser Krankheit. Um der Verstorbenen zu gedenken, entzünden die Mitglieder der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH), Gruppe Emmerich / Gesprächskreis Kleve am Mittwoch, 30. Oktober, in der Kapelle des St.-Antonius-Hospitals in Kleve 48 Kerzen.

Mit dieser Zeremonie, die nach der Lichtträgerin Lucia benannt ist, gestaltet Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfeorganisation in vielen deutschen Städten den Aktionsmonat gegen Brustkrebs, der weltweit im Oktober begangen wird.

Die Kerzen dienen neben dem Gedenken auch dazu, auf die Chancen der Krebsfrüherkennung und die Möglichkeiten der Unterstützung der Betroffenen durch die Selbsthilfeangebote der FSH hinzuweisen. „Die medizinische Versorgung von Frauen mit Brustkrebs ist in Deutschland sehr gut, doch mit ihren Sorgen und Kümmernissen bleiben die Erkrankten oft allein “, sagt Elfriede Kroh, Leiterin der Gruppe Emmerich / Gesprächskreis Kleve.

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Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass die Erkrankung eine emotionale Belastung für die ganze Familie und auch den Freundeskreis darstellt. „In dieser Situation fangen wir die Frauen auf und begleiten sie auf ihrem zunächst schwierigen Weg.“ Neben seelischer und psychoonkologischer Unterstützung wird im Gesprächskreis „Aktive Frauen“ auch ganz praktische Hilfe angeboten. Neu Erkrankte werden  auf Arztbesuche vorbereitet, sie erhalten Informationen zu Therapien, zum Umgang mit Nebenwirkungen und zur Nutzung von Hilfsangeboten. Außerdem gibt es Tipps, welche Fragen den behandelnden Ärzten gestellt werden sollten oder was von den Krankenkassen und Behörden erwartet werden kann. „In unserer Gruppe bieten sich viele Möglichkeiten für den Betroffenen-Austausch und um sich zu informieren“ so Kroh. „Doch am wichtigsten ist es uns zu zeigen, dass man auch mit einer Krebserkrankung Lebenslust und Lebensfreude empfinden kann.“

Betroffene Frauen aus dem  Umkreis sind dahereingeladen, zu einem der nächsten Treffen zu kommen. Der Gesprächskreis „Aktive Frauen“ trifft sich immer am dritten Mittwoch im Monat, um 19 Uhr im Foyer des St. Antonius-Hospitals in Kleve. Die Treffen können völlig unverbindlich besucht werden und sind kostenfrei. Ansprechpartnerin ist Elfriede Kroh, 02822 53 330 oder das Brustzentrum Kleve, Schwester Antonia, 02821 4907373.

Zum Hintergrund: Die FSH (Frauenselbsthilfe nach Krebs) ist eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland.  Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen.

(RP)