1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kleve: Firma Derksen ist jetzt „Büroboss“

60 Jahre in Kleve : Derksen ist jetzt „Büroboss“

Die Firma Heinrich Derksen GmbH in Kleve behauptet sich seit sechs Jahrzehnten auf dem Markt. Im Jubiläumsjahr firmiert man nun unter dem Namenszusatz bueroboss.de. Seit Corona bietet Derksen auch Lösungen fürs Homeoffice an.

Was mit Büroklammern angefangen hat, ist nun ein stabiles, mittelständisches Unternehmen, das auf einer Ausstellungsfläche von 1200 Quadratmetern sowie in einem Büromarkt eine Vielzahl an Produkten für die moderne Arbeitswelt anbietet. Sechs Jahrzehnte behauptet sich die Firma Heinrich Derksen GmbH in Kleve schon auf dem Markt. Und geht nun wieder neue Wege.

Heinrich Derksen gründete das Unternehmen 1960 an der Hagschen Straße 16 in der Klever Innenstadt. Aus den kleinen Anfängen eines Handels für Bürobedarf begann bald eine expansive Entwicklung. 1965 entstand ein zweites Geschäft an der Stechbahn 5. Der Bau einer großen Ausstellungshalle für das komplette Büroeinrichtungsprogramm, für ein Kopiercenter und für den technischen Kundendienst erfolgte 1979/80 im Industriegebiet Daimlerstraße 5-7.

Im Jahr 1992 wurden die Ausstellungsflächen vergrößert und modernisiert sowie ein Bürobedarfslager eingerichtet. Auf einem 3500 Quadratmeter großen Gewerbegrundstück verfügt das Unternehmen heute über einen modernen Betrieb mit der großen Ausstellungsfläche und dem Büromarkt, wo die Produkte für private und gewerbliche Kunden angeboten werden.

Heute, sechs Jahrzehnte nach der Firmengründung, beschäftigt Derksen elf Mitarbeiter. Über Versand bieten sie den gewerblichen Kunden im gesamten Klever Raum ein bürowirtschaftliches Vollsortiment. Ob Anwaltsbüro oder Firmenkonzern – rund 2000 feste Kunden sorgen für ein solides Kundenklientel.

Jedoch: „Die Branchenentwicklung insgesamt ist schwierig; die Konkurrenz wird härter“, sagt die Geschäftsführerin und Inhaberin Elisabeth Derksen-Hübner. Eine besondere Herausforderung für Mittelständler wie Derksen sei der Image-Kampf gegen die sogenannten „Globals“, nationale oder internationale Großkonzerne und Versender. „Wir erleben immer wieder, dass unsere Innovationsbereitschaft, unsere Kompetenz und Angebotsleistung nicht in vollem Maße wahrgenommen werden“, sagt Derksen-Hübner. Dabei müsse man sich im nationalen Vergleich vor niemandem verstecken, ist sich die Inhaberin sicher.

Um die Herausforderung anzunehmen und weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, entschloss sich die Geschäftsführung vor einem Jahr, Kooperationspartner von bueroboss.de zu werden. „Das ist ein starker, bundesweiter Verbund selbständiger Bürobedarfshändler, die zukunftsorientiert denken und nach innovativen Konzepten suchen“, sagt Derksen-Hübner. So will das Klever Unternehmen Synergieeffekte nutzen. „Ob das die Logistik, das Marketing, IT-Leistungen, die Weiterbildung der Mitarbeiter oder sogar die Unternehmensstrategie betrifft – wir tauschen uns offen aus, lernen voneinander und entwickeln gemeinsam Neues“, erläutert Elisabeth Derksen-Hübner. Die Zusammenarbeit spare sowohl Zeit als auch Geld und ermögliche Leistungen, die ein mittelständischer Händler allein kaum erbringen könnte.

Durch die Corona-Pandemie hat Derksen einen neuen Kundenkreis für sich entdeckt: Menschen, die im Homeoffice arbeiten. Auch für sie will das Klever Unternehmen nun maßgeschneiderte Lösungen anbieten – weit mehr als nur die Büroklammern.