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Kleve: Finanzamt und Kreispolizei erhalten Photovoltaikanlagen

Nachhaltigkeit in Kleve : Finanzamt und Kreispolizei erhalten Photovoltaikanlagen

Der Photovoltaik-Strom beider Anlagen würde genügen, um rund 25 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Der Ökostrom soll fast ausschließlich den Behörden mit ihren rund 300 Beschäftigten im Finanzamt Kleve und den 250 Beschäftigten in der Kreispolizeibehörde Kleve zugutekommen.

Zukünftig erhalten in Kleve das Finanzamt und die Kreispolizeibehörde den Strom für Teile ihres Eigenverbrauchs direkt von ihren Dächern. An den beiden Behördengebäuden installierte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) insgesamt 310 Solarmodule mit einer Spitzenleistung von mehr als 100 Kilowatt-Peak (kWp) aus beiden Anlagen zusammen. Im Jahr können so mehr als 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom produziert werden. Ein Beispiel zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht circa 4000 kWh im Jahr. Der Photovoltaik-Strom beider Anlagen würde also genügen, um rund 25 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.

Der Ökostrom wird fast ausschließlich den Behörden mit ihren rund 300 Beschäftigten im Finanzamt Kleve und den 250 Beschäftigten in der Kreispolizeibehörde Kleve zugutekommen. „Wir kalkulieren einen Eigenverbrauch für beide Behörden von mehr als 90 Prozent“, berichtet der Duisburger Niederlassungsleiter des BLB NRW, Armin Lövenich. Der restliche Strom wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Die Landrätin Silke Gorißen als Behördenleiterin der Kreispolizeibehörde Kleve und der Leiter des Finanzamtes Kleve, Achim Eder, äußerten sich sehr zufrieden mit ihren neuen Photovoltaik-Anlagen: „Wir freuen uns, dass bei uns diese Anlagen installiert wurden. Den umweltfreundlich erzeugten Strom nutzen wir vor Ort und leisten damit einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.“

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Die Niederlassung Duisburg des BLB NRW plant in den nächsten Monaten kontinuierlich weitere Photovoltaik-Anlagen auf Landesgebäuden zu errichten, zum Beispiel am Finanzamt in Geldern. Mit dem Beschluss des Landeskabinetts zum Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Liegenschaften hat die Landesregierung eine Grundlage geschaffen, das Ziel der klimaneutralen Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 zu erreichen. In dieser Zeit soll das unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten realisierbare Solar-Potenzial auf den Dächern der landeseigenen Gebäude erschlossen werden. Der BLB NRW hat landesweit Gebäude identifiziert, auf denen eine Photovoltaik-Anlage ökonomisch und ökologisch sinnvoll realisiert werden kann. Hierzu zählen vor allem Verwaltungsgebäude wie Finanzämter und Polizeiwachen aber auch Justizvollzugsanstalten und weitere öffentliche Gebäude.

(RP)