Kleve: Experten für die Beuth-Frage

Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung : Acht Experten diskutieren über Beuth-Frage

Expertengruppe soll Beuth-Frage für Kleve debattieren

Es geht um Christian Peter Beuth, den die Berliner Zeitung jüngst als faszinierenden Mann bezeichnete: als Wirtschaftsreformer und Begründer des deutschen Ingenieurwesens, der das Ständische überwinden, allen Schichten Bildungszugang – gebührenfrei – verschaffen wollte. Und zugleich einen rigiden Antisemitismus vertrat. In Kleve war an seinem Geburtshaus eine Plakette angebracht, es gibt eine Straße, die seinen Namen trägt, in Berlin wurde eine Hochschule nach ihm benannt. Während Bürgermeisterin Sonja Northing, als Antisemitismus-Vorwürfe  gegen den Reformer laut wurden, die Büste Beuths von seinem Geburtshaus im Sommer 2018 von heute auf morgen abmontieren ließ (wozu sie vom Kreis gerügt wurde), wählte man in Berlin den schweren, aber sachlichen Weg. Der soll, so Prof. Monika Gross, Präsidentin der Beuth-Hochschule, „dezidiert ergebnisoffen“ debattiert werden. In Kleve gibt es jetzt erst mal eine Liste von Fachleuten, die eine solche Debatte führen können.

Wer debattiert, das wird im Ausschuss für Kultur und Stadtgeschichte empfohlen. Dort haben Jörg Cosar, AKS-Vorsitzender, und Annette Wier, Fachbereichsleiterin Kultur und Sport der Stadt Kleve, beraten. Dazu wurden Personen gesucht und auch gefunden, die lokales und geschichtliches Wissen einbringen, Erfahrung mit dem Umgang ähnlicher Sachverhalte in anderen Städten und wissenschaftliche Erfahrung haben: Prof. Wim van Meurs, Wolfgang Krebs, Ron Manheim, Helga Ulrich-Scheyda, Wolfgang Dahms und Stadtarchivar Bert Thissen. Dazu Jörg Cosar, zugleich Moderator, und Annette Wier, zugleich Protokollführung. Die Mitarbeit in dieser Gruppe soll ehrenamtlich erfolgen. Sie haben ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in dieser Gruppe erklärt, heißt es in der Vorlage.

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