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Kleve entdeckt das Stadtfest wieder

Volle Innenstadt am Samstag : Kleve entdeckt das Stadtfest wieder

Verkaufsoffene Sonntage gibt es bis auf eine Ausnahme in diesem Jahr in Kleve nicht mehr. Am Samstag gab es dafür aber eine volle Innenstadt wie vielleicht seit dem Ansturm der Niederländer nicht mehr.

Der stationäre Einzelhandel hatte es in den vergangenen zwei Jahren alles andere als einfach. Das ist natürlich auch in den Rathäusern und Ratssälen angekommen, die wiederholt versucht haben, mit Programmen gegenzusteuern. Late-Night-Shopping und besondere Aktionen am Samstag fielen dabei in Kleve zuletzt aber manchmal eher karg aus – auch weil nicht immer das Wetter mitspielte, es manchmal regelrecht lausig war. Und auch wenn es am Samstagnachmittag wettertechnisch ein bisschen ungemütlicher in Kleve wurde: Die Innenstadt fühlte sich endlich wieder nach Stadtfest an.

Man könnte sich jetzt darüber streiten, ob Stände zu den Themen Verkehrswende und erneuerbare Energien genau die Hingucker sind, die Menschen in die Innenstadt ziehen. Trotzdem war es in der Fußgängerzone so voll, wie vielleicht seit Abzug des Niederländer-Ansturms zum Jahreswechsel nicht mehr. Während auf der Hagschen Straße aktuelle Automodelle und auf der Großen Straße Pedelecs präsentiert wurden, durften sich auf der Herzogbrücke kleine Besucher am Feuerwehrschlauch versuchen – und auch manch erwachsener Begleiter soll dabei erwischt worden sein, wie er die dort aufgebauten Feuerwehrautos inspizierte. Unter dem Motto „Kleve feiert voller E-nergie“ stand das Stadtfest am Samstag, dafür wurde auch der Opschlag für den Autoverkehr gesperrt, damit sich dort vor allem Kinder austoben durften. Auf dem Spielplatz konnten sie nicht nur die Spielgeräte ausgiebig nutzen, sondern auch auf Schatzsuche gehen.

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Wie groß die Energiespritze für den Einzelhandel am Ende wirklich ist – auf verkaufsoffene Sonntage wird in diesem Jahr in Kleve bis auf eine Ausnahme im Advent mit Weihnachtsmarkt verzichtet –, das wird sich beim Kassensturz der Händler zeigen. Wenn sich die Kreisstadt aber über das Frühjahr und den Sommer hinaus  noch häufiger so nach Stadtfest anfühlt, könnten sie tatsächlich ein wenig zusätzlichen Schwung mitnehmen. Nötig hätten es die Händler nach den vergangenen zwei Jahren allemal.