Kleve: Eine Stellenanzeige der Berns Gruppe sorgt für Aufsehen

Wirtschaft : Stellenanzeige sorgt für Aufsehen

Die Berns Gruppe veröffentlichte eine Ausschreibung der besonderen Art.

Die „Berns Gruppe ist auf der Suche nach einem Wunder“. Das ließ zumindest ein Facebook-Beitrag des Klever Unternehmens für Gebäudetechnik kurz vor Weihnachten verlauten. Der Beitrag: Eine Stellenausschreibung der besonderen Art, die viel Resonanz im sozialen Netzwerk nach sich zog – aber bisher keinen direkten Erfolg verzeichnete.

Die kreative Idee kam „ganz spontan“ bei einem Management-Meeting, berichtet Marc Derksen, Kaufmännischer Leiter bei Berns Gebäudetechnik. Gemeinsam mit zwei weiteren Prokuristen und einer Mitarbeiterin der Marketingabteilung setzte Derksen die amüsante Stellenanzeige um: Die Nikolausmützen wurden gekauft, ein Fotograf rückte an und machte Fotos der drei Prokuristen. Dann wurde die als Wunschzettel gestaltete Stellenanzeige entworfen und schließlich veröffentlicht. Die „frommen Wünsche“ der Prokuristen: Sieben neue Fachkräfte für das Unternehmen sowie „ganz viele motivierte Azubis“.

„Marketing darf auch mal lustig sein“, begründet Derksen die Aktion. Mehr als 38.000 Personen hat der Beitrag auf Facebook erreicht. Die Resonanz ist „durchgängig positiv“ – im sozialen Netzwerk und Firmenintern, berichtet der Prokurist. Dennoch: „Bis heute ist keine Bewerbung eingegangen.“

„Der Fachkräftemangel ist real und er trifft uns hart“, sagt Derksen. Die Suche nach qualifiziertem Personal sei in allen Betrieben ein großes Problem. Und da ein Abwerben für die Berns Gruppe nicht in Frage komme, so Derksen weiter, gehe das Unternehmen seit zweieinhalb Monaten eine neue Strategie zur Mitarbeitergewinnung – und stellte extra dafür eine neue Fachkraft ein. So ist das Unternehmen beispielsweise seither freuqenter auf den sozialen Medien vertreten.

Und auch die als Wunschzettel gestaltete Stellenanzeige sieht Derksen als langfristige Investition für die Außenwerbung: Das Unternehmen möchte bei potentiell Interessierten positiv im Gedächtnis bleiben. So glaube Derksen „fest daran“, dass die besondere Aktion noch „einschlagen“ werde und letzendlich auch Bewerbungen zur Folge habe. Mit dieser Überzeugung und der bisher erfahrenen Resonanz schließt Derksen überdies eine „Hasen-Aktion“ zu Ostern ebenfalls nicht aus – als ein weiterer Schritt auf dem langen Weg der Mitarbeitergewinnung.