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Kleve: Draisine entgleist - zwei Besucher aus Neuss verletzt

Aus den Schienen gesprungen : Draisine in Kleve entgleist – zwei Verletzte

Die Draisine im Kleverland ist bei Touristen beliebt – nun ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Zwei Besucher aus Neuss wurden verletzt, als die 800 Kilogramm schwere Draisine entgleiste. Unfallursache war offenbar ein technischer Defekt.

Am Sonnntagabend sind zwei Touristen aus Neuss bei einer Fahrt mit der Draisine im Kleverland verletzt worden. Eine 53-jährige Neusserin und ein 26 Jahre alter Mann mussten mit Prellungen und Schürfwunden ins Krankenhaus gebracht werden. Der junge Mann konnte die Klinik laut Polizei aber bereits am Sonntagabend wieder verlassen, die Frau wurde am Montagmorgen mit einer starken Prellung am Knie entlassen.

Die Fahrt führte von Kranenburg nach Kleve, als die für bis zu 14 Personen ausgelegte „Club-Draisine“ in Höhe der Straße Stiller Winkel in der Nähe des Tiergartens aus den Schienen sprang. Wie die Polizei auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, handelt es sich bei den zwei Schwerverletzten um das Duo, das auf den Fahrradsätteln der Draisine saß und in die Pedale trat. Die übrigen acht Personen, die auf der Sitzfläche Platz genommen hatten, blieben unverletzt.

Laut Polizei hat ein Defekt an einem Rad dazu geführt, dass die Draisine entgleiste. Das Gefährt sei dann neben den Gleisen zum Stillstand gekommen.

Der Betrieb der Draisine geht weiter, die entgleiste Draisine bleibt vorerst im Depot. „Ich bin nun seit fünf Jahren hier beschäftigt. Eine solche Entgleisung hat es bei uns noch nie gegeben“, sagt Geschäftsführer Gerd Scholten. „Da muss schon eine Menge passieren, bis eine Draisine entgleist. Wir werden nun erst einmal mit demjenigen sprechen, der die Draisine gebaut hat, um herauszufinden, was das Problem war“, sagt Scholten.

Im vergangenen Jahr sind rund 27.000 Gäste auf der gut zehn Kilometer langen Strecke zwischen Kleve und Groesbeek gefahren, so Scholten. In diesem Jahr würden es in Folge des Corona-Lockdowns voraussichtlich nur 15.000 Passagiere werden. „Mittlerweile haben wir aber, was die Besucher-Zahlen anbelangt, wieder das Niveau von vor Corona erreicht“, sagt Scholten.