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Kleve: Die Pläne für die B220n werden erneut offengelegt​

Kleve-Kellen : Die Pläne für die B220n werden erneut offengelegt

Die Unterlagen für den Straßenbau der Ortsumgehung Kellen sind ab Mittwoch, 1. Juni, im Rathaus einsehbar. Die Planungen sind auch digital einzusehen über die Website der Bezirksregierung Düsseldorf

Die aktualisierte Planung für die Ortsumgehung Kleve-Kellen werden ab Mittwoch, 1. Juni, offengelegt. Das verkündet der Landesbetrieb Straßen.NRW jetzt in einer Mitteilung. Es ist eine Straße, die seit gut 20 Jahren in der Diskussion ist, die viele Fürsprecher und nicht wenige Gegner hat: Die „B220n“. Sie soll vor allem eines schaffen: den Ortsteil Kellen der Stadt Kleve von der extrem stark befahrenen Straße zu befreien. Dazu soll die B220 bei Haus Schmidthausen aufs Feld in einem Bogen um Kellen geführt werden und auf den Klever Ring münden. Damit wäre die Emmericher Straße dann nicht mehr Hauptverkehrsader sondern „lediglich“ eine innerörtliche Straße.

2007 verkündeten die Fraktionen im Rat der Stadt, nachdem man sich auf eine Variante geeinigt hatte, nicht ohne Stolz: „Die B220neu hat eine gute Chance, realisiert zu werden! Sie ist die entscheidende Straße zur Entlastung tausender Menschen nicht nur in Kellen. Allein auf der Emmericher Straße würde die Zahl der Verkehrsteilnehmer von etwa 22000 auf 12000 gesenkt werden. Die umliegenden Nebenstraßen erhielten dadurch ebenfalls eine enorme Verkehrsentlastung. Für die Anwohner der Wilhelmstraße wie der Kreuzhofstraße z.B. würde sich der Verkehrsstrom von derzeit 12 000 Fahrzeugen auf 2 000 reduzieren“. Seitdem geht die Trasse mit der Straße durch die Instanzen. Und der Weg ist lang.

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Jetzt folgt – 15 Jahre später – also eine erneute Offenlage. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen plane die Verlegung der Bundesstraße 220 im Bereich des Ortsteils Kleve-Kellen. Das neue Teilstück, die sogenannte B220n, solle am Klever Ring (B9) beginnen und die Ortsdurchfahrt entlasten sowie zu einer Verringerung der Unfallrisiken und der innerstädtischen Umweltbelastung beitragen, heißt es vom Landesbetrieb zur jetzigen Offenlage.

Nach der ersten Offenlage wurden 69 Einwendungen erhoben, woraufhin die Planung überarbeitet und ergänzt wurde. Das Ergebnis – unter anderem mit einer Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung, weiteren Unterlagen zur Zielvorgabe der EU-Wasserrahmenrichtlinie, immissionsrechtlichen sowie umweltfachlichen Untersuchungen – zeige das so genannte Deckblatt 1, das nun offengelegt werde, teilt der Landesbetrieb mit. Diese Unterlagen, Zeichnungen und Erläuterungen, werden vom 1. bis 30. Juni im Foyer des Eingangsbereichs der Stadtverwaltung Kleve, Minoritenplatz 1, ausgelegt und sind für alle Interessierten einsehbar: montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie montags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr. (Im Rathausgebäude besteht weiterhin die Maskenpflicht, es gelten die Abstands- und Hygieneregeln). Die Planungen sind auch digital einzusehen über die Website der Bezirksregierung Düsseldorf in der Rubrik Offenlagen (https://url.nrw/offenlage).

Jeder, dessen Belange durch die im Deckblatt 1 dargestellten Änderungen erstmals oder stärker als bisher berührt werden, kann bis einschließlich 14. Juli bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 25, Am Bonneshof 35, Düsseldorf oder bei der Stadt Kleve, Fachbereich 61.1, Minoritenplatz 1 in Kleve, schriftlich Einwendungen gegen das Vorhaben erheben, erklärt der Landesbetrieb. Nach der Offenlage hätte die Straße eine weitere Hürde genommen.