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Kleve: Das wird das neue Konrad-Adenauer-Gymnasium

Schulneubau : Das wird das neue KAG

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs entsteht der Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Das Architekturbüro SIC stellte die Pläne der Politik vor. Im zweiten Halbjahr 2023 soll der Bau für 45 Millionen Euro fertiggestellt sein.

Darauf haben viele Klever gespannt gewartet: Das Architekturbüro SIC hat im Schulausschuss erstmals öffentlich seinen Entwurf für den Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasiums präsentiert. Das sind die Eckpunkte:

Die Lage Das KAG wird auf die städtische Brachfläche, auf der zuletzt das Oktoberfest über die Bühne ging, gebaut. Es liegt auf der Grenze zwischen Kleve und Kellen, das Gymnasium rückt also deutlich näher an die Schwanenstadt heran.

Der Baukörper Der dreigeschossige Bau wirkt von oben betrachtet wie ein dreiarmiger Krake. Der Kopf, das ist die Kombination aus Küche und Mensa, der zum Geefacker hin vorgelagert ist. Er wird von einer noch zu errichtenden Straße erschlossen und bildet zusammen mit dem Pädagogischen Zentrum das Entree der Schule. In den oberen Geschossen des Kopfbaus sind Räume für Bibliothek, Freizeit und Kunst. Daran gliedert sich ein langgestreckter Lehrer-/Verwaltungstrakt an, in dessen Obergeschoss Räume für Naturwissenschaften sind. Von dem gehen, wie die drei Arme des Kraken, die drei Trakte ab, in denen Klassen- und angedockte Differenzierungsräume sind. Die Trakte sind zur Bahnlinie ausgerichtet. Die Unterrichtsräume haben Fenster in unregelmäßiger Anordnung. Einige Meter entfernt und getrennt vom restlichen Baukörper befindet sich die Turnhalle. Ein Untergeschoss ist nicht vorgesehen.
Die Turnhalle Vorgesehen ist eine Dreifachturnhalle mit eigenem Eingang, weitgehend ohne Fenster, mit einem durchgehenden Lichtband. Im Erdgeschoss sind Umkleideräume und ein Gymnastikraum. Im 1. OG sind die drei voneinander abtrennbaren Turnhallen. Im 2. OG ist die per Aufzug erreichbare Tribüne.

Die Außenanlagen Das Außengelände ist bewusst uneben gehalten mit Erhebungen, auf den Bäumen stehen, und Vertiefungen, in denen Regenwasser abfließen soll. Es gibt mehre kleinere Schulhöfe. Weitere Elemente sind eine Mensa-Terrasse, eine Kletterwand, Tischtennisplatten, ein Minifußballfeld und ein 200 Quadratmeter umfassender Schulgarten. Hinter der Sporthalle befinden sich Stellplätze.

Energie Zwei Drittel der benötigten Wärme wird mit einem Pellett-Kessel erzeugt, die Spitzenlast übernimmt ein Gas-Brennwert-Kessel.

Die Rückansicht des neuen KAG. Die drei Trakte mit Klassenräumen sind zur Bahnlinie ausgerichtet. Foto: SIC! Architekten


Bauzeit Vor Ende des laufenden Jahres sollen die Boden- und die Kampfmitteluntersuchung stattfinden. Mit dem Bau selbst begonnen wird im kommenden Jahr. Im zweiten Halbjahr 2023, so die aktuelle Zeitrechnung der Verwaltung, soll der gesamte Konrad-Adenauer-Gymnasium-Neubau fertig sein.


Kosten Im vom Rat beschlossenen Haushaltsansatz stehen für den KAG-Neubau insgesamt 45 Millionen Euro bereit. Architekt Georg Rattay gab allerdings zu Bedenken, dass es bei der Kostenkalkulation Risiken gibt, unter anderem durch konjunkturelle Entwicklungen und die Einzelvergabe der Gewerke an 20 bis 25 unterschiedliche Firmen.