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Kleve Corona beeinflusst das Leben im Kreis

Corona im Kreis Kleve : Auch ohne akuten Fall beeinflusst Corona das Leben im Kreis

Das Fieberzelt in Kleve steht bereit - wenn man Symptome hat

Anstehen am Fieberzelt vor dem Klever Krankenhaus: Die Klinikleitung und der Kreis Kleve haben Probleme mit Menschen, die sich ohne entsprechende Symptome auf das Coronavirus testen lassen wollen. Das Angebot gilt aber nur für Bewohner von Kleve, Kranenburg, Bedburg-Hau, Kalkar, Uedem, Goch, Weeze und Kevelaer - eben dem Zuständigkeitsbereich des Karl-Leisner-Klinikums. „Es kommen aber auch Menschen aus deutlich weiterer Entfernung“, sagt Elke Sander als Sprecherin des Kreises Kleve. Zudem werden nur solche Besucher getestet, die alle drei grundlegenden Symptome aufweisen: Fieber, Krankheitsgefühl und Husten/Schnupfen. Für diejenigen, auf die diese Beschreibung zutrifft, ist das Diagnosezelt 24 Stunden geöffnet. Obwohl immer mehr Grippefälle festgestellt werden, gab es zumindest bis Montag keinen einzigen Corona-Fall im Kreis Kleve. Dennoch nimmt die Sorge um eine Ansteckung inzwischen auch Einfluss auf die hiesige Wirtschaft. Han Groot Obbink, Geschäftsführer des Wunderland Kalkar, sagte auf Anfrage der Rheinischen Post, es seien ganz kurzfristig zwei Tagungen mit internationalen Teilnehmern abgesagt worden, eine große  Betriebsversammlung soll stattdessen im Spätsommer stattfinden. „Das ist eine desaströse Entwicklung, die uns und anderen wirtschaftliche Probleme beschert“, erklärt Groot Obbink. Die Messen und Events, die für die kommenden Wochen geplant seien, sollen - Stand Montag - in Kalkar stattfinden. „Aber wir halten uns natürlich an behördliche Verordnungen und treffen die nötigen Maßnahmen.“ In der Gastronomie sei Hygiene immer oberstes Gebot, nun stünden überall Handdesinfektionsspender bereit. Als Dehoga-Chef des Kreises habe er von den Kollegen aus der Gastronomie noch nicht gehört, dass die Kunden nun Restaurants mieden.